Presse 2015 I



"Lampis" vom 07.12.2015


Nikolaus-Werfertag von Phoenix Mutterstadt -

notfalls sorgte Glühwein für Betriebstemperatur

 

Geschrieben von Axel Hermanns

 

Volles Programm!

 

(Mutterstadt/Krefeld, 07. Dezember 2015): Fleißig, fleißiger, RKS Phoenix Mutterstadt! Das ist die Steigerungsform von Veranstaltungsfreudigkeit. Das muss man sich förmlich auf der Zunge zergehen lassen, dass die Rhein-Pfälzer aus der namentlichen Mutter aller Städte am vergangenen Samstag mit dem Nikolaus-Werfertag ihr 18tes diesjähriges Meeting ausrichteten. Bietet jemand mehr für die häufig stiefmütterlich bis geringschätzig behandelte Spezies Stoß/Wurf? Schwerlich vorstellbar! Und noch sind es drei Wochenenden bis zum Jahreswechsel. Wie wär es beispielsweise mit einem schnuckeligen Silvesterwerfen statt der üblichen Böller? Schont obendrein die Umwelt, einschließlich der Haus- und Wildtiere aller Art, und den Geldbeutel. Die Niederländer sind in dieser Hinsicht schon ein ganzes Stück weiter: Sie haben in 56 Städten und Gemeinden Silvester-Feuerwerke verboten. Tusch! Applaus! Chapeau!

Und am Ende einer vor allem in der 12.640-Seelen-Gemeinde extrem langen Freiluftsaison kamen nochmals ganz ordentliche Leistungen heraus. Leider lag über dem Wurfgelände lange Zeit Bodennebel (in Mutterstadt und Umgebung dagegen toller Sonnenschein), sodass die Ringe etwas glatt waren. Das drückte bei gebotener Vorsicht ein wenig auf die Weiten, nicht aber die wieder einmal hervorragende Stimmung der insgesamt 34-köpfigen Werferfamilie von jung bis sehr fortgeschritten. Der angebotene Glühwein, natürlich erst ab 18 Jahren aufwärts ausgeschenkt, sorgte nötigenfalls für die erforderliche Betriebstemperatur. Ob es daran lag? Die eingesetzten Bärenkräfte bewirkten das Zerreißen von gleich drei Hammerwurfdrähten und einem Wurfgewichtgriff. Werten wir es mal als Indiz dafür, dass die Kraftwerte noch oder schon wieder stimm(t)en. Denn manch eine/r wird aus dem vollen Wintertraining an den Start gegangen sein. Prominentester Teilnehmer war der mehrfache Senioren-Europa- und -Weltmeister Hermann Albrecht (*1940) von der Spvvg. Satteldorf. Der exzellente Techniker litt in seiner Paradedisziplin Hammerwurf indes ganz besonders unter den schwierigen Bedingungen. Der 75-Jährige lag mit seiner Tagesbestweite von 44,69m satte 5,95 Meter unter seinem an gleicher Stelle Mitte Mai aufgestellten deutschen M-75-Rekord (50,64m).


Internationaler Anstrich aus Südkorea und Luxemburg

Die Veranstaltung erhielt durch Aktive aus Südkorea und Luxemburg internationalen Anstrich. Allerdings wollten die beiden Asiatinnen Haean Seo (*1985; Bestleistung im Speerwurf 58,75 m) und Lee Seonghye (*1992; BL im Kugelstoßen 15,80 m) kurz vor ihrer langen Heimreise kein Risiko eingehen. Freilich wurden die aufgeschlossenen, fröhlichen Girls aus Fernost dann doch noch überredet im für sie ungewohnten Steinstoßen (Rasenkraftsport-Disziplin) ans eckige Eisen zu gehen. Bei der Kombination aus Speerwurf-Anlauf und Kugel-Ausstoß setzte sich die gelernte Kugelstoßerin Seonghye deutlich mit 12,04 zu 10,97m durch.

Auszug aus der Ergebnisliste: Kugel, M50: Christian Welke (SF Forchheim), 12,50m, M70: Torsten Lange (LG Kreis Ahrweiler) 11,74m; Diskus, M50: Welke 42,67m, M70: Harald Oppermann (RKS Phoenix) 32,17m; Speer, M30: Marcus Veit (LG Rüsselsheim) 44,11m, Hammer, M40: Stephane Tonizzo (CA Dudelange/LUX) 42,09m; M70: Lange 37,70m; M75: Albrecht 44,69m; W45: Mireille Kosmala (CA Dudelange) 40,17m; Gewichtwurf, M75: Albrecht 17,45m, W45: Kosmala 13,60m; Wurffünfkampf, M70: Oppermann 3.211 Punkte, Lange 3.170 Punkte.




„LV-Pfalz“ vom 12.09.2015

Bezirkstag in Heuchelheim -

Neue Gesichter in der Vorderpfalz

Geschrieben von R. Schröder

Zwei ehemalige Bezirksvorsitzende im Zwiegespräch,

links Fröhlich, rechts Paszyna

11.09.2015: In der Abendsonne liegt am das Vereinsheim des ATB Heuchelheim und bietet eine Fernsicht auf den nördlichen Teil der Vorderpfalz. Für den ganzen Teil des Bezirkes war zum Bezirkstag eingeladen. Das Thema war Umbruch und Aufbruch, standen doch u.a. die beiden letzten Vorsitzenden nicht mehr zur Wahl.

Einer davon war Paul Paszyna, der (neue) Präsident des Leichtathletik-Verbandes Pfalz, der die Schwerpunkte der letzten Zeit hervorhob. Dazu gehören der Leistungssport und das Lehrgangswesen.

Der noch amtierende Vorsitzende Nicolas Fröhlich beschrieb die Aufgaben des Bezirkes Vorderpfalz. So haben die Meisterschaften steigenden Zuspruch mit Ausnahme des Mehrkampfes. Die Kinderleichtathletik ist sicherlich ein Grund dafür. Sie ist auch der Grund, warum Fröhlich nicht wieder kandidierte. Er will sich hier auf seine Aufgaben im LVP und DLV konzentrieren. So gesehen ist sicherlich weniger mehr. Vor einer Herausforderung steht der Bezirk mit seiner Zeitmessanlage. Rudi Rieger, Mister Time, geht in den Ruhestand und dieses Delta ist eine große Lücke. Erfreulich ist die Tendenz im Kampfrichterwesen, aber es ist eben nur eine Tendenz.

Aufbruch sind Chancen, und so finden sich neue Namen in der Leitung. die Konstanz ist weiterhin Rita Gotenberg (Frankenthal). Ganz vorne steht jedoch nun Joachim Tremmel, der Vorsitzende des LC Haßloch, führt die Vorderpfalz in die Zukunft, frei nach Nicolas Fröhlich, „einer Gemeinschaft aller Leichtathletik-Verrückten in der Region“.

Einen Dank an Rita Gotenberg (im Bild rechts) –

Paul Paszyna überreicht einen Blumenstrauß

Die Diskussionen zu / vor den Wahlen waren von einer erfreulichen Sachlichkeit und großer Fachkompetenz geprägt.

Joachim Tremmel (LC Haßloch),

der neue Bezirksvorsitzende der Vorderpfalz

Der neue Bezirksvorstand:

Vorsitzender:

Joachim Tremmel, Haßloch

Stellvertretende Vorsitzende Finanzen und Kampfrichterobfrau:

Rita Gotenberg, Frankenthal

Stellvertretender Vorsitzender Wettkampforganisation:

Holger Geiger, Haßloch

Jugend:

Peter Engbarth, Ludwigshafen

Wettkampfbüro:

Moritz Knöringer, Bad Dürkheim

Kinderleichtathletik:

Christian Heilmann, Bad Dürkheim



„Lampis“ vom 21.10.2015

Hendrik Szabó mit Saisonbestleistung

 

“Pflänzchen Leichtathletik hegen und pflegen“

Geschrieben von Axel Hermanns

Mutterstadt, 18. Oktober 2015: Der rührige RKS Phoenix Mutterstadt mit dem umtriebigen, selber aktiven, erfolgreichen Frontmann Gerhard Zachrau (amtierender Deutscher Meister im Wurf-Fünfkampf der M 65) veranstaltete vergangenen Sonntag sage und schreibe seinen 17. diesjährigen Werfertag. Es wird nicht der letzte in 2015 gewesen sein. Die Pfälzer gehen noch am 05. Dezember mit einer Nikolaus-Matinee in die “Bütt”. Und dann sind es ja immer noch 26 Tage bis Silvester...! Dazu ein O-Ton von Zachrau: “Eigentlich wollten wir die Saison mit diesem Wettkampf am 18. Oktober abschließen. Da wir aber zahlreiche Anfragen haben, werden wir den traditionellen Nikolauswerfertag, den wir ursprünglich erstmals ausfallen lassen wollten, dennoch – in überschaubarem Rahmen – durchführen.” Und darüber hinaus ein kleiner Ausblick des Polizei-Hauptkommissars a.D.: “Das >zarte Pflänzchen Leichtathletik< werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterhin hegen und pflegen. Vor dem Hintergrund der permanenten Sport-Skandale, die die gierige und immer mehr verschlingende Sportmonokultur Fußball produziert, könnte die Leichtathletik langsam wieder etwas an Boden gewinnen. Hoffen wir es – und bleiben wir dran.” Seine Worte in Gottes Gehörgang und der potenziellen Veranstalter, die wie allzu viele vor ihnen geneigt sind das Handtuch zu werfen.

Rein sportlich betrachtet wies Hendrik Szabó (*1979) mit sehr ausgewogenen Leistungen eine blendende Spätform nach. Der 36-Jährige übertraf mit 3.397 Punkten sein Ergebnis als Titelträger der DM im Wurf-Fünfkampf in Zella-Mehlis um 115 Zähler. Seine größten Pfunde dazu waren 53,21 m im Hammer- und 16,26 m im Gewichtwurf. Des Weiteren verweisen wir auf die Online-Ergebnisliste.

Nachzutragen bliebe noch ein herausragendes Resultat der 16. Auflage vom 10. Oktober in Mutterstadt. Marcel Kunkel (M40) vom USC Mainz warf mit dem Hammer bei seinen 55,66 m um den Durchmesser eines Bierdeckels an einer formvollendeten Schnapszahl vorbei. So dürfte es ihm freilich lieber gewesen sein.


„Sport-11“ – das Sportportal – vom 12.10.2015

Veröffentlicht von Thomas Gross am 12. Oktober 2015

Erfolgreicher Herbst für Ruben Loew

Weisel: Ruben Loew beim Kugelstoßen

Nachlese Herbst 2015: Deutscher Meistertitel Nummer 3 für Ruben Loew mit Titelverteidigung im Steinstoß-Dreikampf des LSW (Heuchelheim), danach Bestweite in Weisel und furioser Ausklang in Heidenheim.

Zum Abschluss der Saison bestritt Ruben Loew (RKS Phönix Mutterstadt) einige Wettkämpfe in der Leicht- und Schwerathletik, die hier im Nachhinein betrachtet werden.

Erfolgreich kehrte Ruben Loew aus Weilmünster von den in Heuchelheim in der Pfalz ausgetragenen Deutschen Meisterschaften des LSW im Steinstoß-Dreikampf zurück. Heuchelheim, in der Nähe von Ludwigshafen gelegen, empfing die Sportler mit herrlichem, wenn auch am Morgen recht kühlem Wetter und hervorragend organisierten Wettkämpfen. Insgesamt fast 120 Sportler aller Altersklassen hatten den Weg dorthin gefunden. Und anders als sonst in vielen Wettbewerben des LSW war auch die Anzahl der angetretenen Jugendlichen recht beachtlich. Somit war  Ruben Loew nicht, wie so oft, konkurrenzlos. Bereits in den Vorjahren hatte er sich diesen Titel eines Deutschen Meisters gesichert. Auch dieses Mal erzielte er in der A-Jugend, startend für RKS Phoenix Mutterstadt, mit insgesamt 39,79 m ein herausragendes Ergebnis. So landete der 5-kg-Stein bei 16,19 m und das 7,5 kg schwere Gerät bei 13,01 m. Der 10-kg-Stein, der ja auch beim Turnerbund und beim Rasenkraftsport-Verband das reguläre Stoßgewicht für die A-Jugend ist, überquerte in allen drei Versuchen die magische 10-m-Marke, wobei der beste Versuch auf 10,59 m landete. Das hätte bei den Deutschen Meisterschaften des Turnerbunds in Eutin, die eine Woche zuvor stattgefunden hatten, zum 2. Platz gereicht, wobei dies ja ein Einzelwettkampf mit 6 Versuchen in einer Gewichtsklasse ist. Und auch bei den Meisterschaften des Rasenkraftsport-Verbands, an denen Ruben Loew in der Vorwoche teilgenommen hatte (wir berichteten), hätte diese Weite zu einer Spitzenplatzierung geführt. In seinem Sog wurde Vereinskamerad Steffen Klein, mit dem sich Ruben Loew blendend versteht, Dritter und konnte dabei mit 30,28 m seine persönliche Bestweite ganz erheblich steigern. Ebenfalls auf dem dritten Platz mit identischer Weite kam ein ebenfalls alter Bekannter: Alexander Köhler vom TV Lemberg, der bereits vor 2 Jahren Ruben Loews Gegner bei dessen Sieg in der B-Jugend gewesen war.

Für den Mannschafts-Wettbewerb der offenen Männerklasse ließ Ruben Loew dann auch noch 3 Versuche mit dem 15 kg-Stein folgen, wobei der beste hiervon bei 7,65 m landete. Damit trug er auch zum Mannschaftssieg in der Männer-Hauptklasse des RKS Phönix Mutterstadt mit insgesamt 76,10 m bei. Seine Mitstreiter Norbert Gundermann und Gerhard Zachrau trugen hierzu 21,99 m und 22,86 m bei.

Als zweite Disziplin stand das Schleuderballwerfen auf dem Plan. Auch dieser Wettbewerb war als Deutsche Meisterschaft ausgeschrieben. Übrigens: Auch der Deutsche Turnerbund trägt in dieser Disziplin eine Meisterschaft aus, die traditionell viele Teilnehmer aufweist. In Heuchelheim hatten alle Teilnehmer – auch die, die schon in Eutin bei den Meisterschaften des Turnerbunds angetreten waren – mit dem böigen Gegenwind zu kämpfen, sodass die erzielten Weiten doch etwas hinter denen aus Eutin zurück blieben. Ruben Loew konnte hier mit 50,63 m den dritten Rang und damit die Bronzemedaille erreichen. Auf Platz 1 erzielte Nicolas Bohr vom ASV Landau 52,38 m, Julian Melder vom TSV Iggelheim, als 5. der Turner-DM in Eutin (dort 52,27 m ), wurde hier mit 51,56 m zweiter.

Siegerehrung in Heuchelheim: 3 v. l. : Ruben Loew, links neben ihm Teamkamerad Steffen Klein, rechts neben ihm Alexander Köhler

Auch hier errang Phönix Mutterstadt den Mannschaftssieg in der offenen Männerklasse mit insgesamt 141,02 m (Nobert Gundermann mit 43,02 m und Steffen Klein mit 47,37 m). Abschließend ging es dann zum als Rahmenprogramm ausgetragenen Ultra-Steinstoß-Duathlon.

Hierbei werden in der A-Jugend Steine mit dem Gewicht von 12,5 kg und 25 kg gestoßen, die jeweils besten Weiten aus 3 Versuchen werden addiert.

Ruben Loew erreichte hier mit dem 12,5-kg-Stein eine Weite von 9,17 m und mit dem 25-kg-Gerät 4,37 m, somit eine Gesamtweite von 13,54 m: Lediglich 36 cm unter dem deutschen Rekord!

Alles in allem also ein rundherum gelungener Tag!

Nun standen noch einige leichtathletische Sportfeste für Ruben Loew auf dem Plan, bevor es zum Saisonabschluss noch einmal zu LSW-Wettkämpfen nach Villmar gehen wird.

Beim Werfertag in Weisel (in der Nähe der Loreley) am 03.10.2015 konnte sich Ruben Loew bei allerdings zahlenmäßig schwacher Konkurrenz wieder in die Siegerlisten eintragen: Im Kugelstoß und im Diskuswerfen wurde er mit 12,55 m bzw. guten 33,01 m jeweils Zweiter. Den Speerwurf konnte er mit 44,65 m deutlich für sich entscheiden. Beim abschließenden Steinstoß-Wettkampf steigerte Ruben Loew seine persönliche Bestweite auf 11,01 m (mit dem 10-kg-Stein) und siegte souverän. Mit dieser Weite dürfte er zukünftig im „Konzert der Großen“ beim Deutschen Rasenkraftsport-und Tauzieh-Verband (DRTV) recht weit vorne dabei sein.

Beim Werfertag in Heidesheim (bei Mainz) am 10.10.2015 schließlich gab es gleich drei faustdicke Überraschungen: Mit neuer persönlicher Bestleistung von 13,39 m wurde Ruben Loew im Kugelstoßen Zweiter. Zudem gewann er das Speer- und Diskuswerfen, wobei er im Speerwurf mit 48,22 m ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung erreichte.

Heidesheim: Anlauf zum Speerwurf

 

Auch die 33,77 m im Diskuswurf bedeuteten eine neue persönliche Jahresbestleistung (und seinen zweitbesten Wurf mit dem 1,75 kg-Diskus überhaupt): Das alles zum Saisonabschluss – was wäre, wenn die Saison noch zwei Monate länger wäre?

Man darf auf den Saisonabschluss mit LSW-Wettkämpfen in Villmar gespannt sein! Zuschauer natürlich gerne gesehen!

Weitere Infos dazu unter www.lf-1987-villmar.de

„Magazin zur Seniorenleichtathletik“ vom 16.10.2015

Geschrieben von Alfred Hermes

 

Am 10.10.2015 veranstaltete RKS Phoenix Mutterstadt den 16. Werfertag im Sportpark Mutterstadt.  Angeboten wurden Hammer, Kugel, Diskus, Speer, Gewicht, Wurffünfkampf. Aus Anlass der Rundmail von Gerhard Zachrau mit der Ergebnisliste scheint es angebracht, den Blick auf die Entwicklung des jungen Vereins RKS Phoenix Mutterstadt zu lenken. Seine WEB-Seite liefert eine Fülle von Informationen zu den Zielen, zu den Visionen, zu den Sportfesten und zu den Herausforderungen bei der Pflege und den Erweiterungen der Wettkampfanlagen. Der genannte Schwerpunkt bei Phoenix: „aktiver, gelebter und erlebter Sport“ bleibt keine Floskel. Ein Resümee der Vereinsführung nach sechs Monaten aktiver Selbständigkeit beginnt: "Auch wenn wir sicherlich nicht nach den Sternen greifen werden, bleibt unser Weg doch rau und nicht einfach." Weiter heißt es, dass die Spezialisierung auf Rasenkraftsport (RKS) und Leichtathletik erhebliche Vorteile biete und Ressourcen freisetze. Man werde versuchen, vor allem Feder-, Leicht- und Mittelgewichtler/-innen für die eigenen zahlreichen RKS-Teams zu begeistern. Neben dem steigenden Interesse an den angebotenen Sportfesten habe sich auch der Gerätebestand positiv entwickelt. Aus dem Schwerpunkt "Wurfbereich" würden zwangsläufig sehr viele unterschiedliche Spezialgeräte für alle Altersklassen benötigt. Gebrauchen könne man noch leichte Kugeln, Stoßsteine, Disken, Speere und Wurfgewichte (3, 5, 10 und 15,88 kg). Insbesondere durch Spenden sei der Bestand bereits gut aufgefüllt.




Phoenix spricht dem LTC Mutterstadt und seinen Aktivisten große Anerkennung für die Durchführung dieser traditionellen Veranstaltung aus, die Mutterstadt weit über die Grenzen von Mutterstadt hinaus bekannt macht (dazu auch der nach- folgende Bericht). Wir würden uns freuen, wenn dieses sportliche Ereignis auch weiterhin einen festen Platz im Volkslauf-terminkalender behalten würde.



„Lampis“ vom 25.09.2015

Gelobt sei was hart macht: Paradebeispiele Kynast und Zachrau

Geschrieben von Axel Hermanns

(Nammen/Mutterstadt/Aachen, 25. September 2015): Einem kompletten Mehrkampf unterzog sich beim so genannten "Abwerfen" von Porta Westfalica auf der Sportanlage in Nammen der passionierte Fünfkämpfer Klaus Kynast (*1949) vom ASC Dortmund. Es war der zweite nach seiner Zwangspause, einem konventionell therapierten Bandscheibenvorfall, und der erste wieder jenseits der für ihn normalerweise obligatorischen 4.000-Punkte-Grenze. Exakt 4.022, die er trotz zeitweilig widriger Bedingungen (heftiger Regen) durch 46,07m Hammer, 12,03m Kugel, 39,86m Diskus, 27,65m Speer und 15,97m Wurfgewicht anhäufte. Der 66-jährige Wahl-Dortmunder aus Hagen wird morgen im hessischen Dietzhölztal erneut fünfmal in die „Bütt“ gehen. Gelobt sei was hart macht.

Das gilt in der Mutter aller Städte sowohl im übertragenen wie wirklichen Sinne. Die „Phoenixe“ veranstalteten bereits ihren 14. diesjährigen Werfertag (leider keine Ergebnisliste online verfügbar). Und da es bis Silvester ja noch ein bisschen hin ist, werden sie irgendwann vermutlich reif sein für das Guinnessbuch der Rekorde. Kaum vorstellbar, dass jemand auf dem Sektor noch mehr zu bieten hat. Für das beste Resultat sorgte der Chef-Organisator „himself“, Gerhard Zachrau (*1949) vom gastgebenden RKS Phoenix Mutterstadt. Der amtierende deutsche Meister der M65 erreichte 4.144 Zähler im Fünfkampf (42,75m, 11,56m, 46,20m, 30,70m, 16,28m). Und da nur fünf Disziplinen mit 15 Wettkampfversuchen, geschweige denn Einstoßen/Einwerfen, etwas für Weicheier sind, startete er mit den schwereren Geräten auch noch in der M55 (3.274 Punkte). Bei etwaigen Risiken oder Nebenwirkungen möge er seinen Arzt oder Apotheker fragen.

Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC stieß beim Abschluss-Werfertag der Aachener TG im Waldstadion „Am Chorusberg“ mit 13,69m Saisonbestleistung, wohlgemerkt aus dem Stand, und ließ den Diskus mit Drehung 44,64m weit fliegen.

„Neue Westfälische“ vom 30.08.2015

 

Mutterstadt-Herforder Duo holt Medaillen bei Wurf-Weltmeisterschaft

Mit Medaillen dekoriert: Die Herforder Horst Böhmert-Ottmann und Inge Löschner-Molls

stehen vor dem Denkmal, auf dem die Namen aller ungarischen Medaillengewinner

bei olympischen Spielen eingraviert sind. | © Picasa

Tata/Herford: Herforder Duo holt Medaillen bei der Wurf-Weltmeisterschaft im LSW-SPEZIALSPORT – Dr. Böhmert-Ottmann und Löschner-Molls zeigen starke Leistungen in Ungarn!

Mit Medaillen im Gepäck kehrten die Herforder Kraftsportler Inge Löschner-Molls und Horst Böhmert-Ottmann von den Werfer-Weltmeisterschaften der Senioren aus dem ungarischen Tata zurück. Inge Löschner-Molls, die in der Altersklasse (AK) 65 startete, holte eine Gold- und eine Bronzemedaille. Horst Böhmert-Ottmann gewann eine Silbermedaille. Zudem war das Duo in anderen Wettbewerben weit vorne platziert.

„Mit dieser Ausbeute hätten wir nie gerechnet, denn die Konkurrenz war richtig stark“, sagt Inge Löschner-Molls. Die beiden Herforder hatten es unter anderem mit ehemaligen Medaillengewinnern bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften zu tun. Löschner-Molls lieferte sich in diversen Disziplinen einen Zweikampf mit einer Britin. So im Steinstoßen, bei dem die Sportlerinnen einen drei Kilogramm schweren Eisenquader einarmig mit Anlauf oder aus dem Stand stoßen müssen. Deutsche und Britin erzielten im besten Versuch dieselbe Weite. Die besseren anderen Versuche sprachen aber für Inge Löschner-Molls – das war die Goldmedaille für die 67-Jährige.

Bronze gewann sie bei Speerorama. Dabei handelt es sich bei einem Kugelwurf-Dreikampf, bei dem verschieden schwere Kugeln über den Kopf aus dem Stand geworfen werden müssen. Im Diskuswurf Griechisch (einarmiges Diskuswerfen mit einer zwei Kilo schweren Eisenscheibe) sowie dem Schockorama (Dreikampf, bei dem verschieden schwere Kugeln wie beim Diskus geworfen werden) belegte sie jeweils Platz vier.

Horst Böhmert-Ottmann hatte Pech; er zerrte sich beim Einwerfen eine Sehne in der Schulter. Trotzdem holte sich der 73-Jährige, der in der Altersklasse 70 an den Start ging, die Silbermedaille im Ultra-Steinstoßen. Dabei müssen 12,5 und 50 Kilo schwere Steine ohne fremde Hilfe aufgehoben und mindestens ab Brusthöhe gestoßen werden. Mit Günther Fändrich war nur ein weiterer Deutscher besser als der Herforder. Weitere vordere Plätze belegte Horst Böhmert-Ottmann im Steinstoßen (Platz 4), im Diskus Griechisch (Rang 5) und im Schockorama (Platz 6). „Mit der deutschen Mannschaft sind wir inoffizieller Team-Weltmeister geworden“, sagt Horst Böhmert-Ottmann, der stolz auf seine Leistung ist. „Ich kann nun mit Fug und Recht behaupten, dass ich unter den besten zehn Spezial-Sportlern meiner Altersklasse in der Welt bin“, sagt der Herforder.

Inge Löschner-Molls hat mit einem dermaßen guten Abschneiden nicht gerechnet, wie sie sagt. „Andere Athleten haben weitaus bessere Trainingsbedingungen als wir. Ihnen stehen Anlagen zur Verfügung, die für Spezial-Sport ausgelegt sind. Solche Anlagen haben wir hier nicht.“


Von einer schönen Aussicht zu den

goldenen Mutterstädtern

Veröffentlicht vom:

Leichtathletikverband Pfalz am 31.08.2015 (R. Schröder)

 

Die Deutschen Senioren-Meisterschaften der Staffeln und im Wurf-Mehrkampf führte die Leichtathleten nach Zella-Mehlis, eine Stadt am Südhang des Thüringer Waldes gelegen. Im Sportkomplex „Schöne Aussicht“ hatten die Pfälzer und vor allen Dingen die Mutterstädter nicht nur gute Aussichten, sondern sie erreichten recht erfolgreiche Resultate.

Dass der Weltmeister im Werfer-Fünfkampf auch Deutscher Meister in seiner Klasse M35 wird, das war doch schon vorher klar. War es dann wohl doch nicht. Dank seiner beiden Schokoladenseiten, dem Hammerwerfen und zum Abschluss dem Gewichtswurf konnte Hendrik Szaboim Bild – (Phoenix Mutterstadt) - (Hammer: 50,84 m, Kugel: 11,62 m, Diskus: 36,45 m, Speer: 47,32 m, Gewicht: 15,75 m) - knapp die Nase vorne behalten und holte mit ca. 80 Punkte Vorsprung die Goldmedaille; es wurden 3282 Punkte.

Im Gegensatz dazu der andere Mutterstädter „Goldjunge“ Gerhard Zachrau (Phoenix Mutterstadt). Er mischte in allen fünf Disziplinen - Hammer: 41,18 m, Kugel: 11,73 m, Diskus: 45,47 m, Speer: 33,34 m, Gewicht: 16,24 m - immer unter den Ersten mit und gewann die Klasse M65 mit deutlichem Abstand in 4162 Punkten.

In der Klasse M40 ging die Bronzemedaille an Michael Galuschka. Er erreichte dies mit seinen 2968 Punkten.

Auf 2654 Punkte kam Gertrud Böhm (Phoenix Mutterstadt) bei den Seniorinnen W65, das war der 5. Platz.

Einziger pfälzischer Staffelteilnehmer war die 3x1000 m Staffel der Startgemeinschaft Pfalz Master Team in der Besetzung Martin Wettstein, Thomas Schwamm und Mekki Saad. Das Team kam in der Klasse M50 in einer Zeit von 9:36,29 min auf den 6. Platz.

Weitere pfälzische Ergebnisse: Werfer-Fünfkampf: W55: 9. Oppermann, Katrin (Phoenix Mutterstadt) 2.394 Punkte; M70: 8. Oppermann, Harald (Phoenix Mutterstadt) 3.223 Punkte; M80 8. Ellenberger, Dr. Johannes (TuS Friedelsheim) 3.072 Punkte.



Unser Abschlusskommentar zu diesem Thema:

Nachdem auch unser kleiner pfälzer LA-Verband dem Kompromiss zugestimmt hat, werden wir uns in der Frage der Laufmaut nicht mehr länger einschalten. Viele der eigentlich hiervon betroffenen kleinen – und auch eher mit diesem Problem belasteten – Vereine haben sich ohnehin überhaupt nicht um diese „Sondersteuer“ gekümmert.

Wir sind gespannt, was als nächstes kommt.



„Lampis“ vom 31.08.2015

DM im Wurf-Fünfkampf in Zella-Mehlis

Geschrieben von Axel Hermanns

(Krefeld/Zella-Mehlis, 31. August 2015):Es handelte sich um eine kunterbunt gemischte „Raubtiergruppe“, die sich bei den 12. Deutschen Senioren-Wurfmehrkampfmeisterschaften am Wochenende in Zella-Mehlis (Thüringen) einfand. Die Palette erstreckte sich über Allrounder, starke Spezialisten mit leidlichen weiteren „Talenten“ und weiteren Fünfkämpfern.

Und dazu kam noch das „Favoritensterben“ um Hansen, Ortloff und Carola Petersen. Beinahe so sicher wie das Amen in der Kirche ist der Umstand, dass es keine Meisterschaft ohne ein „Favoritensterben“ gibt. Ein Trio war es, das es freilich sehr kompromisslos mit dem ominösen „o.g.V.“ (= ohne gültigen Versuch) anstellte. Den dicksten Klops leistete sich Viktor Hansen (M55) vom TV Dingolfing, der ausgerechnet in seiner „Schokoladendisziplin“ Hammerwurf drei Ungültige fabrizierte, damit rund 850 Punkte und den Titel „abschenkte“. Dasselbe Kunststück schaffte in der M65 Georg Ortloff vom LAC Quelle Fürth, der indes als Rustikaltechniker alles andere als ein sicherer Kandidat mit dem Hammer ist. Trotz dieses Totalausfalls belegte er in dieser mit 21 Teilnehmern quantitativ am stärksten besetzten Konkurrenz noch den dritten Platz (3.432). Dies spricht für ihn, nicht aber für den großen Rest.

Spannend und sehr ausgeglichen ging es im ersten Viertel der M70 zu. Das von Bernd Hasieber vom TSV Unterhaching mit 4.245 Punkten angeführte Quintett lag lediglich um 122 Zähler auseinander. Der fünftplatzierte Lutz Caspers vom TV Alzey ist zwar für seinen lausigen Speerwurf (20,38 m) bekannt. Aber ungewöhnlich, dass er eingedenk seiner überragenden Möglichkeiten auch mit Hammer und Wurfgewicht schwächelte.

Kommen wir zu den komplettesten Fünfkämpfern, die wohlwollend ausgelegt an den Fingern einer Hand abzuzählen sind. Vorne weg natürlich Norbert Demmel (M50) vom TSV Unterhaching. Der 52-Jährige hatte bei der Anhäufung seiner neuen nationalen Bestmarke (4.436) ein recht geringes Leistungsgefälle. Den bei ihm etwas schwächeren Hammerwurf (46,37 m) einmal ausgeklammert, bewegte er sich bei seinen 15,30 m im Kugelstoßen, 53,96 m mit dem Diskus, 53,34 m im Speerwurf, allesamt Weiten, die Spezialisten zur Ehre gereichen, und dazu 17,14 m im Gewichtwurf, alles in einem Rahmen von 821 bis 971 Punkten.

Auch Zachrau mit vier sehr ausgeglichenen Leistungen

Wenngleich von den Einzelleistungen auf einem etwas niedrigeren Grundniveau als der M50-Sieger, ist das bei Gerhard Zachrau (M65) vom RKS Phoenix Mutterstadt (4.162 Punkte) noch verblüffender. Der Sieger von Ortloff-Gnaden hat wie sehr viele Wurf-Mehrkämpfer im Speerwurf (33,34m) seine Achillesferse und den Punktekiller (619) schlechthin. Doch in den vier anderen Disziplinen mit dem Glanzlicht Diskuswurf (45,47m) bewegt er sich zwischen 849 und 931 Zählern fast auf einem Bierdeckel. Normalerweise wäre noch mit derselben Einschränkung Speerwurf „Mr. Fünfkampf“ Klaus Kynast (M65) vom ASC Dortmund zu nennen. Doch der Westfale ist als Rekonvaleszent froh, dass er seine Serie rettete bei allen nunmehr zwölf stattgefundenen Titelkämpfen seit 2003 stets eine Medaille gewonnen zu haben. Diesmal waren 3.790 Punkte Silber wert.


„Lampis“ vom 10.07.2015

Weltjahresbestleistung von Lutz Caspers im Gewichtwurf

Geschrieben von Axel Hermanns

Mutterstadt, 10. Juli 2015: Heiß, brüllend war's beim bereits elften (!) diesjährigen Werfertag des außerordentlich veranstaltungsfreudigen RKS Phoenix Mutterstadt. Trotz des nur bedingt leistungsfördernden Badewetters gab es einige sehr ansprechende Leistungen zu notieren. Vorneweg die Weltjahresbestleistung von Lutz Caspers (*1943; im Bild) vom TV Alzey mit 20,98m im Gewichtwurf der M70. Und das mit nur einer Drehung, da der Wahl-Rheinhesse vom Niederrhein nach dem Hammerwurf und eingedenk 39 Grad (wohlgemerkt im Schatten) schon ziemlich groggy war. Stark auch die 46,66m im Diskuswurf und 4.089 Punkte im Wurf-Fünfkampf von Chef-Organisator Gerhard Zachrau (*1949) in der M65.

Weitere Ergebnisse:

Kugel M65: Zachrau 11,88m; M70: Harald Oppermann (beide Phoenix Mutterstadt) 11,08m.

Hammer M40: Marcel Kunkel (USC Mainz) 52,20m; M55: Udo Giehl (TV Alzey) 43,07m; M65: Zachrau 40,05m; M70: Caspers 46,51m; W45: Kristina Telge (TV Alzey) 41,31m.

Gewichtwurf M55: Giehl 14,81m; M65: Zachrau 15,70m; M70: 2. Oppermann 16,64m.

Wurf-Fünfkampf M70: Oppermann 3.575 Punkte.


„Lampis“ vom 06.08.2015

Gerhard Zachrau sehr konstant mit dem Diskus

Geschrieben von Axel Hermanns

Villmar, 06. August 2015: Ein lachendes und ein weinendes Auge zierte nach getanem Zweifachwerk Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC. Mit seinem Standstoß-Ergebnis von 12,84m im Kugelstoßen der M60 war er einigermaßen zufrieden, mit dem notgedrungenen Standwerfen im allzu stumpfen Diskuswurf-Ring und der Tagesbestweite von 43,49m indes nicht.

Eine Altersetage höher entschied Gerhard Zachrau (*1949) vom RKS Phoenix Mutterstadt das gleiche klassische Double für sich. Konstanz zeigte er vor allem mit dem Diskus, den er mit 46,24m zum dritten Mal hintereinander weiter als 46 Meter warf. Da legte er sich offenbar als Orientierung einen Bierdeckel hin. Mit der Kugel (11,92m) kam der 66-jährige Polizei-Hauptkommissar a.D. an seine mehreren Einstoßweiten jenseits der 12-Meter-Markierung nicht heran.

Das widerfuhr in noch krasserem Maße dem für die WM gemeldeten Torsten Lange (*1945) von der LG Kreis Ahrweiler in der M70. 12,60m beim „warm up“, die er freilich nicht im Ring halten konnte, standen arg enttäuschende 11,61m innerhalb der Konkurrenz gegenüber. Just 12 Meter sind der Scharfrichter bei der „Quali“ im Südosten von Frankreich. – Ein Online-Ergebnisliste steht leider noch nicht zur Verfügung.


„Lampis“ vom 29.07.2015

Ein Videofilm als Zeitdokument einer absoluten Weltklasseleistung

Geschrieben von Axel Hermanns

Heinz Engels mit seinem Hauptdarsteller Tom Walsh
Heinz Engels mit seinem Hauptdarsteller Tom Walsh

Krefeld/Mutterstadt/Mainz, 29. Juli 2015: Welche von der Einwohnerzahl beschauliche Gemeinde in der, pardon, Provinz kann sich schon damit schmücken, in irgendeiner Weltrangliste aufzutauchen und Betrachter darob womöglich nach diesem Fleckchen Erde suchen lassen? Das pfälzische 12.640-Seelen-Städtchen Mutterstadt kann!

Dies ist dem Auftritt des neuseeländischen Weltklasse-Kugelstoßers Tom Walsh zu verdanken. Der erst 23-jährige Drehstoß-Interpret unterzog sich in Vorbereitung auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaften vom 22. bis 30. August 2015 in Peking (China) beim zwölften diesjährigen Werfertag von RKS Phoenix Mutterstadt auf der Wurfwiese des dortigen Sportparks einem Formtest unter Wettkampfbedingungen und verbesserte dabei seinen eigenen Ozeanien-Rekord um 13 Zentimeter auf 21,50m (siehe auch Bericht im Fenster Ergebnisse). Der "Kiwi" belegt mit dieser Weite momentan im Konzert der Asse Platz sieben der Weltrangliste.

 

     Heinz Engels transportierte es in die Internet-Welt.

 

Und damit dies auch in die große weite Internet-Welt transportiert wird, hat der bevorzugt den Speer werfende leidenschaftliche Video-Filmer Heinz Engels aus Mainz einen professionellen 26-minütigen Beitrag in bewegten Bildern, natürlich vertont und getextet, in seinen eigenen Kanal auf YouTube gestellt. Prädikat, einmal mehr: Ausgesprochen sehenswert, für Stoßer/Werfer ein Muss!

 

„Weilburger Nachrichten“ vom 29.06.2015

 

Ruben Loew siegt bei Süddeutschen LSW-Meisterschaften

Ruben Loew beim Keulenwurf: Es ist weniger kriegerisch, als man denkt.

 

Ruben Loew bei den Süddeutschen LSW-Meisterschaften:

Mehr Titelgewinne gehen nicht!

Bei den Süddeutschen Meisterschaften des LSW-Verbandes in Heilbronn-Biberach am 27.06.15 hat der in diesem Verband für Phönix Mutterstadt startende Weilmünsterer Ruben Loew die maximale Titelausbeute errungen: Neben den 6 Einzeltiteln in seiner Altersklasse, der Jugend A (U20) erzielte er in der Athletik-2- und 3-Kampfwertung ebenfalls den 1. Rang und war in den zur Jugend gewichtsgleichen Disziplinen Keulenwurf und Speerorama auch von den Männern nicht zu schlagen.

Der Wettkampftag begann mit einem Wolkenbruch und als der Regen etwas nachließ, dem „Speerorama“. Hierbei werden Kugeln mit 3 unterschiedlichen Gewichten wie beim Speerwurf über den Kopf geworfen, die jeweils besten Weiten werden addiert. Ruben Loew, der für die Jugend B schon den Rekord in dieser Disziplin hielt und ihn für die A-Jugend im letzten Jahr um ganze 7 cm verpasst hatte, ließ sich durch die Wassermassen nicht irritieren und erreichte mit 80,90 m einen neuen Weltrekord. Der bis dahin gültige hatte bei 78,11 m gelegen und war bereits 12 Jahre alt. Ein besserer Einstand in den Wettkampf kann man sich nicht vorstellen.

Weiter ging es bei dann viel besserem Wetter mit „Shotorama“, einem Stand-Kugelstoß-Mehrkampf, der mit 5 unterschiedlichen Gewichten ausgetragen wird. In der A-Jugend sind dies 4-, 5-, 6-, 7,26- und 10 kg-Kugeln; die jeweils besten Versuche werden auch hier addiert. Obwohl auf diesem wie auch dem nächsten Wettbewerb Ruben Loews kein Fokus legte, siegte er souverän mit 55,84 m.

Als nächster Wettkampf stand „Schockorama“, einarmiges Kugelschocken mit 3 unterschiedlichen Gewichten (2,5-, 3,0- und 4,0kg) auf dem Tableau. Wie schon erwähnt, eine Disziplin, auf der kein Schwerpunkt lag. Aber: Auch hier ein Sieg mit einer Weite von 57,50 m.

Es folgten nun die etwas bekannteren Disziplinen Schleuderballwurf und Steinstoßen, die auch beim Deutschen Turnerbund, der Leichtathletik und beim Rasenkraftsport ausgetragen werden. Dort konnte sich Ruben Loew leider aus terminlichen Gründen nicht für die DM in Eutin im September qualifizieren. Umso größer die Genugtuung, dass er beim Wettkampf in Heilbronn mit zwei neuen persönlichen Bestleistungen die Qualifikationsnorm der DM ohne Probleme erreicht hätte: Im Schleuderballwerfen (1,5 kg) erzielte er 52,13 m (Quali-Weite 46 m), im Steinstoßen (10,0 kg) 10,48 m; wieder Werte, die keiner seiner Konkurrenten auch nur annähernd erreichte und das bei durch den nächsten Wolkenbruch erneut sehr rutschig gewordenen Anlaufbahnen!

Als Abschluss eines sehr langen und „muskelfressenden“ Wettkampftages stand nun noch eine Paradedisziplin von Ruben Loew auf dem Plan: Keulenwurf! Hier absolvierte er aber nur 3 der 6 möglichen Versuche, um sich angesichts der am folgenden Wochenende stattfindenden Hessischen Leichtathletik-Meisterschaften zu schonen. Aber schon der erste Wurf ließ mit 65,30 m alle auch nur kleinsten Zweifel an einem weiteren Titel verschwinden. Unangefochten und mit dem weitesten Wurf aller Teilnehmer und damit auch Sieger der „offenen Klasse“ konnte Ruben Loew auch hier die Gratulation der Mitstreiter entgegennehmen.

In der Zwischenzeit waren auch die Ergebnisse von Shotorama, Schockorama und Speerorama zu denen des Athletischen Zwei- bzw. Dreikampfes addiert worden: Auch hier war kein Vorbeikommen an Ruben Loew, Titel Nummer 8 und 9 waren damit perfekt. Außerdem hatte Ruben Loew durch das sehr gute Ergebnis im Speerorama auch noch den Rekord im Athletik-Dreikampf verbessert: Insgesamt erzielte er die Weite von 194,24 m (alter Rekord U20: 134,07 m)

Zum Schluss stellte sich heraus, dass bei dem gewichtsgleichen Wettbewerb im Speerorama (Männer u. Senioren bis M45) ebenfalls niemand Ruben Loews Ergebnis übertreffen konnte und so war auch noch der Titel der „offenen Klasse“ in dieser Disziplin in seinen Händen.

Besser konnte der Wettkampf wirklich nicht verlaufen. Hoffen wir, dass sich die Erfolge als Motivationsschub für die anstehenden Hessischen LA-Meisterschaften in Gelnhausen auswirken, dort startet Ruben Loew in den Disziplinen Speer, Diskus, Kugel und Hammer.


„Lampis“ vom 27.07.2015

 

Drehstoßer Tom Walsh verbesserte eigenen

Ozeanien-Rekord um 13  cm

 

Geschrieben von Axel Hermanns

 

Krefeld/Mutterstadt/Ronsdorf/Moosach, 27. Juli 2015: Es scheint neben der überragenden Klasse der Athleten auch irgendwie am verbreiteten Wohlfühl-ambiente von Chef-Organisator Gerhard Zachrau und seiner Crew zu liegen, dass auf der Wurfwiese des Sportparks Mutterstadt außergewöhnliche Leistungen geboten werden. Das jüngste Beispiel lieferte der neuseeländische Drehstoß-Techniker Tom Walsh (im Bild) ab. Der erst 23-jährige „Kiwi“ zauberte beim zwölften diesjährigen Werfertag gleich im ersten Versuch die absolute Spitzenweite von 21,50 m aus dem nicht vorhandenen Ärmel. Damit verbesserte er seinen eigenen Ozeanien-Rekord (21,37 m) um 13 und den nicht ganz zwei Jahre alten Platzrekord, der auch nicht von Pappe war, des US-Amerikaners Reese Hoffa um 31 Zentimeter. Walsh hatte bei früherer Gelegenheit geäußert, dass sein sportlicher Wunsch sei, den zweifachen Weltmeister David Storl einmal zu schlagen. Obwohl Überkreuzvergleiche gewaltig hinken, wäre ihm das zumindest in einer Art Fernduell gelungen. Denn „Storli“, der heute sein 25. Lebensjahr vollendet, stieß gestern in Nürnberg bei der bereits vierten Verteidi­gung seines deutschen Abonnements­titels „lediglich“ 21,47 m. Spätestens bei der WM im „Vogelnest“ von Peking (China) treffen sie direkt aufeinander. Da gibt es indes noch ein paar andere, die bei der Vergabe von Edelmetall ein im doppelten Sinne gewichtiges Wort mitreden wollen. Allen voran der Weltranglisten-Erste Joe Kovacs (22,56 m) aus den USA.

Weitere Ergebnisse aus Mutterstadt:

Kugel, M 40: Michael Galuschka (RKS Phoenix Mutterstadt/TV Nußdorf) 12,69 m: Diskus, M 40: Galuschka 42,38 m; M 50: Christian Welke (SF Forchheim) 45,93 m; M65: Gerhard Zachrau (RKS Phoenix Mutterstadt) 46,31; Hammer: U14: Omar Alqawati (*2002, MTG Mannheim) 54,68 m (Badischer Rekord).


„Lampis“ vom 01.07.2015

 

Für Weltklasse-Kugelstoßer Tom Walsh werden Mitbewerber gesucht

 

Geschrieben von Axel Hermanns

Drehstoßer Tom Walsh (Foto: all-athletics.com)
Drehstoßer Tom Walsh (Foto: all-athletics.com)

(Mutterstadt/Krefeld, 01. Juli 2015):

Versprochen ist versprochen! Nicht nur beim großen Automobilkonzern mit Hauptsitz in Wolfsburg. Gerhard Zachrau vom RKS Phoenix Mutterstadt konnte den „dicken Fisch“ an der Angel (wir berichteten exklusiv am 03. Juni) nun endgültig an Land ziehen. Der neuseeländische Weltklasse-Kugelstoßer Tom Walsh (Bestleistung 21,37 m) wird am 25. Juli 2015, 13 Uhr, auf der optisch sehr schönen Anlage der Wurfsportwiese im Sportpark Mutterstadt aufschlagen. Diese Ein-Mann-Schau soll natürlich einen würdigen Rahmen erhalten. Der 23-jährige „Kiwi“ ist schon allein für einen ordnungsgemäßen Wettkampf auf einige Mitbewerber angewiesen. So genannte Asse der nach David Storl ohnehin nur noch zweiten deutschen Reihe kneifen bekanntlich gerne gegen bessere Athleten. Walsh selber hat dabei keinerlei Leistungsvorgaben gemacht und erklärte ausdrücklich, dass jede/r willkommen sei. Also auch oder gerade Senioren/innen. Es soll schlicht und einfach der angenehme Kontakt unter Sportlern/innen zustande kommen. Wobei ein gemischter Wettkampf mit Männern und Frauen angestrebt wird. Eine „dritte Halbzeit“ wird es ebenfalls geben. Anschließend findet ein gemütliches Beisammensein mit allen Beteiligten und - den hoffentlich zahlreichen - Zuschauern (der Eintritt ist frei!) im nahe gelegenen Restaurant mit Außenterrasse statt.


„Lampis“ vom 03.06.2015

Gerhard Zachrau hat wieder einen absoluten Hochkaräter in Planung

Geschrieben von Axel Hermanns

Mutterstadt/Krefeld, 03. Juni 2015:

Eigentlich sollten sie ihm die Füße küssen, dass er die beschauliche Mutter aller Städte immer wieder einmal in die Schlagzeilen von bedruckten Blättern und Online-Ausgaben aller Couleur bringt. Doch stattdessen werden dem äußerst umtriebigen Chef-Organisator und Sportwart Gerhard Zachrau von Phoenix Mutterstadt in seinem Bemühen in der beschaulichen 12.640-Seelen-Gemeinde in der Pfalz Knüppel zwischen die Beine geworfen. So gibt der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) mit absurden Forderungen (der Rasen darf nur soundso hoch/lang sein usw.) dazu. Gleichwohl wird der Polizei-Hauptkommissar a.D. in der ihm eigenen Beharrlichkeit nicht müde, kleine, feine Meetings mit absoluten Hochkarätern von Weltruf auf die Beine zu stellen. Der nächste Coup auf der optisch sehr schönen Kugelstoß-Anlage „auf der Wiese“ im Sportpark Mutterstadt ist für den 05.Juli 2015 mitten in der Planung. Der 65-Jährige hat vermutlich nicht nur rein sportlich betrachtet zwei ganz dicke Fische an der Angel: namentlich die Kugelstoßer Tomas Walsh (Bestleistung 21,37 m) aus Neuseeland und Orazio Cremona (20,63 m) aus Südafrika. Dabei stand ein glückliche Fügung Pate. Denn Walsh, jüngst mit 20,81m Vierter beim Diamond League-Meeting in Eugene/USA, und sein Trainer Dale Stevenson sind beide leidenschaftliche Golfer und nehmen tags zuvor auf Einladung von Dominique Zachrau am „Wüstenrot-Golfturnier“ im benachbarten Limburgerhof teil.

Das nennt man dann wohl zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. So schließt sich der Kreis und wir wären wir wieder beim Angeln. Da spielen diese Insekten als Lockmittel auch gelegentlich eine Rolle. Allerdings, um keinen falschen Verdacht aufkommen zu lassen, handelt es sich bei dieser Geschichte garantiert nicht um Anglerlatein! Versteht sich peripher, dass wir an der Kugel bleiben.

Auszug aus „Sport 11“ vom 01.06.2015

 

Leichtathleten stellten ihre

Leistungsstärke unter Beweis


Veröffentlicht von Thomas Gross am 1. Juni 2015

 

Die Regionalmeisterschaften in Gelnhausen waren für viele Talente aus dem Kreis Limburg-Weilburg die geeignete Bühne, ihre aktuelle Leistungsstärke unter Beweis zu stellen.

Seit vielen Jahren galt er als großes Talent - und so war sein Sieg im Kugelstoßen mit 12,37m im Kugelstoßen der U20 und sein Speerwurfsieg mit 47,77m nicht sonderlich überraschend. Die Rede ist von Ruben Loew (Phoenix Mutterstadt/TuS Weilmünster). Zweiter wurde hier Robin Hohm im Kugelstoßen mit 11,29m sowie 3. im Diskuswurf mit 31,12m (hinter Ruben als 2. mit 32,56m). Ruben wurde dazu noch im Hammerwurf 2. mit 38,70m.

Die Veranstaltung war mit 445 Teilnehmern aus 69 Vereinen erneut sehr gut besucht. Für einige der Talente geht es schon kommendes Wochenende bei den Hessenmeisterschaften im Blockwettkampf in Fulda weiter.


„Lampis“ vom 21.05.2015

 

Bettina Schardt sammelte starke 3.647 Punkte im Wurffünfkampf

(Geschrieben von Axel Hermanns)

Mutterstadt/Krefeld, 21. Mai 2015: Neben dem neuen Europarekord im Hammerwurf der M75 von 50,64m durch Hermann Albrecht (im Bild) aus Satteldorf (wir berichteten) gab es beim Werfertag von Phoenix Mutterstadt noch einige weitere nennenswerte Resultate. So durch den „Herminator“ selbst mit respektablen 18,60m im Gewichtwurf. Sehr ordentlich auch die 3.647 Punkte im Wurffünfkampf der W40 von Bettina Schardt von der MTG Mannheim. Herausragend dabei ihre 45,32m mit dem Hammer (im Rahmen des Wurf-Fünfkampfes, in der Einzelwertung dann sogar 45,58 m) und 43,84m im Diskuswurf, ihrer eigentlichen Spezial-disziplin. Vergleichsweise „amputiert“ kommt bei ihr das Kugelstoßen und Speerwerfen daher. Sollte sie sich das auch noch einigermaßen draufschaffen können, ohne ihre Stärken zu schwächen, wäre sie eine Kandidatin für den deutschen Rekord, der seit 2002 mit 3.861 Punkten (Carmen Grell) ein-, fast schon tiefgefroren ist. Sagt sich freilich leichter, als es getan ist.

Einmal mehr die Zuverlässigkeit in Person, nicht nur als Chef-Organisator, Gerhard Zachrau, der den Diskus in der M65 auf 46,29m beförderte.

Ergebnisse: Hammer, M65: Gerhard Zachrau (Phoenix Mutterstadt) 42,13m; M75: Hermann Albrecht (SpVgg Gröningen-Satteldorf) 50,64m (Europarekord); - W40: Bettina Schardt (MTG Mannheim) 45,58m; W45:Kristina Telge (TV Alzey) 39,36m, Sabine Grißmer (VfL Sindelfingen) 36,70m.

Diskus, M65: Zachrau 46,29m; M75: Albrecht 32,85m; – W40: Schardt 43,84m; W 45: Telge 32,02m, Grißmer 30,33m, Dr. Ellen Weller (MTG Mannheim) 29,89 m.

Gewichtwurf: M40: Stephane Tonizzo (CA Dudelange/Lux) 14,34m; M50: Franz Pauly (MTG Trier) 15,87m; M75: Albrecht 18,60m; – W40: Schardt 13,49m; W45: Mireille Kosmala(CA Dudelange) 14,08m; Telge 13,00m.

Wurffünfkampf, W40: Schardt 3.647 Punkte (45,32; 9,48; 43,84; 21,97; 13,49m).


„Lampis“ vom 19.05.2015

Dieses war der 3. Streich: Hermann Albrecht warf erneut Europarekord

(Geschrieben von Axel Hermanns)

 

(Mutterstadt/Krefeld, 19. Mai 2015): Kleiner Mann mal wieder ganz groß. Wenn Hammerwurf-Spezialist Hermann Albrecht (*06.04.1940) von der Spvvg Gröningen-Satteldorf sein Kommen angekündigt hat, sollten die Veranstalter vorsorglich ein Rekordprotokoll bereithalten. Der Ed-Burke-Bezwinger der Winterwurf-WM von 2012 im mittelfinnischen Jyväskylä ließ sich auch vorigen Samstag beim schon siebten diesjährigen Werfertag von Phoenix Mutterstadt nicht lumpen. Mit 50,64 Meter erzielte der „Herminator“ des Wurfs nach 48,76m und 50,20m nunmehr bereits seinen dritten Europarekord seit seiner erst sechswöchigen internationalen Zugehörigkeit zur M75. Der Satteldorfer macht es wie die Lausbuben Max und Moritz von Wilhelm Busch: Dieses war der x-te Streich und der nächste folgt sogleich. Zumindest war bislang darauf Verlass. Aber irgendwann wird auch bei ihm das Ende der Kletterstange erreicht sein. Lampis bleibt selbstverständlich am Ball respektive Hammer.


„Lampis“ vom 6. Mai 2015

Stubenkameraden Holthuijsen und Griesberg trumpften mächtig auf

(Geschrieben von Axel Hermanns)

 

(Mutterstadt/Moosach, 6. Mai 2015):

Werden wir prosaisch, zitieren wir Schiller: „Mit des Geschickes Mächten ist kein ew’ger Bund zu flechten.“ Darin konnten die Veranstalter in Mutterstadt und Moosach unisono einstimmen, denen das Wetter einen gehörigen Streich spielte. Der RKS Rhoenix Mutterstadt konnte am „Tag der Arbeit“ wenigstens in der ersten Abteilung die Offenen Deutschen LSW-Meisterschaften im Diskuswurf griechisch noch halbwegs normal abwickeln, zum angedockten Werfertag nach der Mittagspause setzte bei Dauerregen jedoch eine Art „Saalflucht“ bereits anwesender Athleten/innen ein. Die Oberbayern meldeten am Sonntag gar Land unter und mussten die nasse Vereinsflagge einholen.

„Mein Appartment-Mitbewohner von Latsch und ich werden den Westen in Mutterstadt würdig zu vertreten wissen“, hatte Rolf Griesberg (*1952) vom Pulheimer SC vorher im Brustton der Überzeugung verkündet. Er hatte nicht zuviel versprochen. Peter Holthuijsen (*1961) vom SC Myhl gewann in der M50 überlegen den Diskuswurf-Dreikampf aus dem Stand mit 66,69m (3 kg: 25,16m 3,75 kg: 22,75m, 5 kg: 18,78m), Griesberg noch deutlicher den in der M60 mit 65,05m (26,13m, 20,84m, 18,08m).


„Weilburger Tageblatt“ vom 08.05.2015

(VON DOROTHEE HENCHE)

Region Weilburg und Limburg

Athleten sind ein Aushängeschild

AUSZEICHNUNG Weilmünster ehrt erfolgreiche Sportler des Marktfleckens

Weilmünster. Sie tragen den Namen von Weilmünster ins Land hinaus: Der Marktflecken nimmt dies einmal im Jahr zum Anlass, die erfolgreichen Sportler für ihre Leistungen zu ehren.

An der Feierstunde im Kinosaal des Lichtspielgasthauses Pastori nahmen neben den Hauptakteuren auch Vertreter der Sportvereine sowie der politischen Gremien teil. Die Aktiven würden sich ihrem sportlichen Engagement seit vielen Jahren mit großer Leidenschaft widmen, viele von ihnen seien beim Ehrungsreigen daher auch "Wiederholungstäter", erklärte Bürgermeister Manfred Heep (parteilos).

 

Erstmals zeichne der Marktflecken auch auswärtige Aktive aus, die für einheimische Vereine starten, sagte Heep. Die höchste Auszeichnung, die Ehrenmedaille in Gold mit Ehrengabe, erhielt Ruben Loew. Der Leichtathlet des TuS 03 Weilmünster, der im Rasenkraftsport und LSW für Phoenix Mutterstadt startet, erzielte im vergangenen Jahr herausragende Leistungen. Er wurde nicht nur mehrfacher Deutscher Meister, sondern auch Vize-Europameister in verschiedenen Disziplinen wie Keule oder Kugeldreikampf.

„mittelhessen.de“ vom 05.05.2015

(mru). "Die gemeinsamen Meisterschaften der Leichtathletikkreise Limburg-Weilburg, Westerwald, Rhein-Lahn und jetzt auch Rheingau-Taunus in Hachenburg sind wahrscheinlich in ganz Deutschland ein einmaliges Projekt."

Dies glaubt der heimische Kreisvorsitzende Martin Rumpf (Niederselters) mit Blick auf eine große Region und dementsprechend vielen Teilnehmern, die aus seiner Sicht "ein wahres Sportfest ermöglichen". Kreisjugendwart Peter Köth (Aumenau) fasste den Tag so zusammen: "Positive Grundstimmung, reibungsloser Ablauf, gute äußere Bedingungen mit einer angenehmen und gedeihvollen Zusammenarbeit zwischen unseren Kreisvereinen."

Ruben Loew war im Kugelstoßen (12,28) und im Speerwurf (44,47) nicht zu schlagen.



„Lampis“ vom 29.04.2015

 

Am arbeitsfreien "Tag der Arbeit" wirbt Phoenix Mutterstadt

mit LSW- und Leichtathletik- Meeting

Geschrieben von Axel Hermanns

 

Für nicht mehr Werktätige oder Trittbrettfahrer, die nicht zur Mai-Kundgebung ihrer mehr oder weniger aggressiven Gewerkschaft müssen, denen bietet sich am arbeitsfreien „Tag der Arbeit“ ein reiches Betätigungsfeld. Dazu fügt es sich wie gemalt, dass er auf einem im doppelten Wortsinne Frei-Tag fällt, sich mithin vortrefflich als so genannter Brückentag zu einem verlängerten Wochenende in x, y oder z anbietet. Die Leichtathletik buhlt um die Gunst mit vielen Veranstaltungen von Nord bis Süd, bei denen sich bei etwas weiterer Anreise prima das Sportliche mit ein wenig Tourismus verbinden lässt. Exemplarisch haben wir für unseren Bereich (siehe Dachleiste) die Mutter aller Städte ausgewählt. Der rührige RKS Phoenix Mutterstadt mit seinem werfenden Frontmann Gerhard Zachrau (M65) veranstaltet im dortigen Sportpark übermorgen bereits den fünften diesjährigen Werfertag mit Kugel, Diskus und Hammer (ab 15.30 Uhr). Natürlich mit Senioren-Wertung ab M/W30. Wem das noch nicht genügt – die klassischen Wettbewerbe sind eingebettet in die Offenen deutschen LSW-Meisterschaften im Diskuswurf griechisch (Beginn je nach Altersklasse ab 10 Uhr). Dabei handelt es sich um einen Standwurf-Dreikampf mit überschweren Geräten. Also entgegen den ansonsten vielfach exotischen LSW-Disziplinen durchaus artverwandt zur Leichtathletik und eine Anleihe aus dem Training zur Förderung der speziellen Kraft. Wer sich für das eine, andere oder gar beides interessiert, der findet hier weitere Informationen.

Egal wofür – die in diesem Falle noch jungen „Phoenixe“ (erst Ende 2014 aus der Taufe gehoben, abgespalten von der TSG Mutterstadt) und der erfahrene Zachrau bürgen für Qualität in jeglicher Hinsicht.



Sport 11“ vom 25.04.2015

Veröffentlicht von Thomas Gross am 25. April 2015

 

Zum Ausgleich des Abi-Stress: 2 Deutsche Meisterschaften!

Ruben Loew beim Gewichtswurf

 

Ruben Loew aus Weilmünster, der für Phoenix Mutterstadt startet, sichert sich erneut die DM-Titel des LSW in den Disziplinen Kugelstoß-Dreikampf und einarmiger Gewichtswurf.

Über 100 Sportler aus der gesamten Bundesrepublik haben sich bei wunderbarem, wenn auch kühlen Wetter am 18.04.2015 im Sportpark von Mutterstadt in der Pfalz versammelt, um die Internationalen Deutschen Meister im Kugelstoß-Dreikampf und im einarmigen Gewichtwurf zu ermitteln. Trotz dieser außergewöhnlich hohen Teilnehmerzahl waren die Wettbewerbe vom gastgebenden Verein „RKS Phoenix Mutterstadt“ hervorragend organisiert. Selbst der Ausfall einiger Kampfrichter konnte den Zeitplan nur geringfügig verschieben, die Wettkämpfe konnten also unter optimalen Bedingungen stattfinden.

Wie schon in den vergangenen drei Jahren hat Ruben Loew an diesen Internationalen Deutschen Meisterschaften des LSW Spezialsport Deutschland teilgenommen und in beiden Disziplinen den Titel verteidigt.

Bedingt durch sein Abitur waren kaum Vorbereitungen auf diese Meisterschaften möglich; umso erstaunlicher ist es, dass Ruben Loew zu Beginn des Wettkampfes im einarmigen Gewichtwurf direkt mit einer neuen persönlichen Bestweite startete und diese im späteren Verlauf noch auf 24,86 m steigerte. Als überhaupt bester Starter aller gewichtsgleichen Teilnehmer beendete er als A-Jugendlicher diesen Wettbewerb und konnte sich souverän die Goldmedaille sichern, über die sich auch die Betreuer des Vereins Phönix RKS Mutterstadt freuten, für den Ruben Loew in dieser Saison im Rasenkraftsport und den LSW-Disziplinen startet.

Siegerehrung Gewichtswurf; links Ruben Loew, rechts daneben Teamkollege Steffen Klein;

rechts außen Mitorganisator Gerhard Zachrau vom gastgebenden „Phönix RKS Mutterstadt“

 

Es folgte der Kugelstoß-Dreikampf, der aus den Einzeldisziplinen Stoß aus dem Stand, Stoß mit Angleiten oder Drehung und Stoß aus dem Anlauf besteht. Zumindest in den ersten zwei Einzeldisziplinen merkte man Ruben Loew dann aber das mangelnde Training der letzten Wochen an, die Ergebnisse waren eher durchschnittlich. Aber seine Konkurrenten, wie schon mehrfach vor allem Michael Klostermeier aus Villingen, konnten die Gunst der Stunde nicht nutzen und blieben ebenfalls weit unter ihren normalen Leistungen. In der dritten Einzeldisziplin, dem Stoß mit Anlauf, spielte Ruben Loew dann wieder seine Erfahrung aus, die er sich auch in zahlreichen Steinstoß-Wettkämpfen erworben hat und stieß die für die A-Jugendlichen 6 kg schwere Kugel auf 13,90 m, während sein schärfster Konkurrent dabei einen ¾ Meter hinter ihm blieb. So gelang Ruben Loew auch hier eine erfolgreiche Titelverteidigung. Dazu kommt noch 2 x Silber aus den Mannschafts-Wettbewerben der Männerklasse, für die Ruben Loew dann beim Kugelstoß jeweils wieder 3 Stöße mit der 7,25 kg schweren Kugel ausführen musste. Leider konnten einige der starken Athleten des „Phönix“ aus beruflichen Gründen nicht starten, sonst wäre evtl. auch in den Vereins-Wettbewerben eine goldene Medaille möglich gewesen. Aber auch so konnte Ruben Loew hochzufrieden vom „Ausflug“ nach Mutterstadt zurückkehren – man ist gespannt auf die ersten Weiten, die er am kommenden Wochenende für die Leichtathleten des TuS Weilmünster abliefern wird – und natürlich auf die Abitur-Ergebnisse.

Weitere Informationen zum LSW sind zu finden unter www.LSW-Spezialsport.de, Ergebnisse der Meisterschaften in Mutterstadt unter www.Phoenix-rks-Mutterstadt.de.