Dr. Johannes Ellenberger (*13.06.1935 / +05.10.2025)
Unser Freund und Phoenixmitglied der ersten Stunde, Dr. Johannes Ellenberger, ist kurz nach Vollendung seines 90. Lebensjahres
nach einer verletzungsbedingten Hüftoperation verstorben. Vermutlich waren multiresistente Keime die Ursache für den sich drastisch - und dramatisch schnell - verschlechternde Gesundheitszustand
von unserem Sportkameraden.
Johannes war von Anfang an ein sehr treues und enorm zuverlässiges Phoenixmitglied. Er war ein Vorzeigesportler, der seinem
(unserem) Verein selbst in der für ihn schlimmen Zeit, in der er keinen Sport mehr betreiben konnte, fest die Treue hielt.Dies ist heute überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Zu oft wird sofort nach dem ersten „Wehwechen“ die Vereinsmitgliedschaft gekündigt.
Was für eine Welt!
Dr. Johannes Ellenberger wir immer "gut drauf"!
Dr. Johannes Ellenberger (in der Mitte) bei einem Wettkampf in Mutterstadt.
Dr. Johannes Ellenberger (2. von rechts oben) bei einem Wettkampf in Ludwigshafen.
Dr. Johannes Ellenberger (2. von rechts oben) bei einem Wettkampf in Ludwigshafen.
Johannes war aber schon vor seinem Engagement bei Phoenix (Gründung 2014), nämlich seit den 1990-er Jahren, ein äußerst wichtiges
Mitglied unserer Werferbewegung in Mutterstadt. Wir blicken hierbei auf eine lange, intensive und sehr fruchtbare gemeinsame Zeit zurück.
So lange es ihm gesundheitlich möglich war, stand er als Kampfrichter bei unseren Sportfesten seien Mann. Auch an zahlreichen
LVP-Veranstaltungen half er als „ein von Phoenix abgesandter KaRi“ immer wieder aus.
Mit gezielten Spenden sorgte er dafür, dass unsere traditionell klamme Vereinskasse nie ins Debet abdriftete.
Johannes war stets ein vielseitig interessierter und talentierter Mann. Neben seinen musikalischen Fähigkeiten waren seine
umfassenden und erfolgreichen sportlichen Aktivitäten besonders bemerkenswert.
Als „Kind des Thüringer Waldes“ war er geradezu zwangsläufig ein guter Skifahrer (alpin und nordisch). Bereits früh wandte er
sich zudem dem Fußball und Schwimmen zu. Auch Feldhockey gehörte zu seinem sportlichen Repertoire. Dazu gesellten sich im Laufe der Jahrzehnte unzählige erfolgreiche (58!)
Sportabzeichenprüfungen. Seine große Liebe war jedoch die klassische Leichtathletik, zumal ihm deren hellenistische Quellen zeitlebens interessierten und motivierten. Er praktizierte und
absolvierte alle LA-Disziplinen.
Er war aber auch konsequent: Den Stabhochsprung beendete er nach Einführung der „Glasfiberstäbe“(„Wie hoch soll das denn letztlich hinführen?!“ „Irgendwann müssen deswegen die Hallen höher
gebaut werden!“).Wie recht er hatte. Dieser „Gigantismus war nicht sein Ding, zumal der „Normalleichtathlet“ von
dieser Disziplin von nun an gewissermaßen ausgeschlossen wurde.
Mit über 60 Jahren vertiefte er seine Fähigkeiten im Hammer- und Gewichtwerfen, nachdem er sich zu guter Letzt auch dem
Rasenkraftsport zugewendet hatte. Hier wurde er zu einem sehr wertvollen Teamplayer, da er regelmäßig die wichtige Position des Feder- bzw. Leichtgewichtlers ausfüllte. So verhalf er etlichen
Mannschaften unserer Werferbewegung zu großen Erfolgen. An eine Episode vor etlichen Jahren erinnere ich mich noch sehr genau: Sehr traurig war Johannes, als unser Team bei einer Deutschen
Meisterschaft (eigentlich) klar gewonnen hätte, aber nicht gewertet wurde, weil der Verantwortliche von uns vergessen hatte, den Team-Meldebogen beim Wettkampfbüro abzugeben. Ausgerechnet damals
hatte sich Johannes bei der Vorbereitung zu dieser DM besonders quälen müssen, um das geforderte niedrige Wettkampfgewicht zu erlangen.
Johannes war noch voller Pläne. Z.B. bat er mich noch vor seinem 90. Geburtstag, ihm bei der Vorbereitung und Leistungsabnahme
für sein 59. Sportabzeichen zu unterstützen. Dazu kam es dann leider nicht mehr.
Zu der Beerdigung (bewusst am Reformationstag - Johannes war ein sehr gläubiger Protestant) auf dem Friedhof in Friedelsheim,
wird sich eine große Trauergemeinschaft einfinden. Viele Sportler - auch von anderen Vereinen - werden Johannes das letzte Geleit geben.
In tiefer Trauer
Gerhard Zachrau
In Erinnerung
Ishild Müller (*26.10.1940 /
+09.09.2025)
Zufällig erfuhren wir, dass unsere langjährige sportliche Mitstreiterin
Ishild Müller kürzlich (Februar 2026?) - für uns alle überraschend - unbemerkt - von uns gegangen ist. Wieder einmal waren und sind wir geschockt und traurig.
Kurz vorher hatte mich Ishild noch angerufen und um Wettkampftermine
gebeten. Sie hatte die feste Absicht, nochmals in das sportliche Geschehen einzugreifen, wollte aber erst noch etwas regenerieren. Doch nun ist es dazu leider zu spät!
Gerhard, ihr Gatte, war bereits ein Jahr vor ihr gestorben und hatte
Ishild in großem Kummer zurückgelassen. Von diesem Verlust hat sich Ishild nicht mehr richtig erholt. Sie verlor dabei ihren Lebenswillen und den bekannten „Biss“ incl. ihrer allseits bekannten
„Streitlust“! Es war ruhig um sie geworden.
Mit Ishild verloren wir eine weitere Kampfrichterin. Sie hatte bis ins
hohe Alter (83) immer wieder als Hilfe für Wettkämpfe nicht nur als Teilnehmerin, sondern auch als Helferin zur Verfügung gestanden. Sie war ab und zu sogar von ihrem hessischen Heimatort
Rodenbach nach Mutterstadt gefahren, nur um dort als Kampfrichterin zu helfen.
War „Not an der Frau“, also Personalmangel bei Teamwettkämpfen, war Ishild
kein Weg zu weit. Man konnte in der Nacht vor dem Wettkampf bei ihr anrufen und sie bitten, am nächsten Morgen z.B. nach Mannheim zu kommen. Kein Problem!
Nur zu gut erinnere ich mich an einen RKS-Bundesliga-Endkampf in Erfurt.
Bis kurz vor Wettkampfbeginn waren nach und nach drei starke (junge) Athletinnen ausgefallen. Damit eine Wertung unseres Teams überhaupt noch möglich wurde, stellte sich Ishild Müller kurzfristig
in den Dienst des Teams (und damit des Vereins) und rettete damit die Wertung und unseren wichtigen Bundesligazuschuss. Klar, einige Jüngere rümpften
damals die Nase, wieso man überhaupt „solche Alten“ starten lassen darf. Von Mannschaftsgedanken hatten diese Jungen keine Ahnung, von Kameradschaft wohl auch nicht – und alt werden sie u.U. auch
einmal. Dann wollen wir mal sehen, ob sie immer noch so abfällig über die „Alten“ reden.
Ishild Müller lebte intensiv für ihren und in ihrem Sport. Ihr war
hierfür keine Fahrtstrecke zu weit. Sie warf und stieß alle möglichen Geräte. Dazu passt diese Story: Bei einer LSW-DM wurde ihr „leider“ ein Start mit dem 50-kg-Ultrastein aus gesundheitlichen
Gründen verwehrt (es sind nur max. 25 kg erlaubt). Ishild hat darüber ewig geschimpft und diese Ablehnung als diskriminierend empfunden.
Angeblich soll sie sogar in der Schweiz den Unspunnenstein (83,5 kg) ins
Auge gefasst haben.
Ishild war „Mitglied der ersten Stunde“ in unserer Werferfamilie, die sich
in den 1990-er Jahren gebildet hatte. Amüsant finden wir immer noch die zahllosen Dispute, die wir mit Ishild führten, ja führen mussten. Oft ging sie hierbei „auf‘s Ganze“. Ihre stets
kämpferisch vorgetragenen Verbesserungsvorschläge führten nicht selten tatsächlich zu einer Verbesserung.
Nun hat ihr Kämpferherz aufgehört zu schlagen. Ishild wird uns fehlen.
Dies haben wir immer noch nicht so recht realisiert. Für uns ist Ishild immer noch sehr präsent. Sie fehlt uns.
Gerhard Zachrau für das Seniorenteam
Ishild Müller (vorne links) in Heuchelheim inmitten ihrer Teamkolleginnen.
Ishild Müller warf alles (hier auch den Schottenhammer).
Ishild Müller (vorne links) mit ihren Teamkolleginnen nach dem Schottenhammerwerfen in Mutterstadt.
Ishild Müller erhielt zahllose Ehrungen (hier vom RTV-Vorsitzenden Volker Strub).
Bei den RKS-DM stand sie stets auf dem Siegerinnenpodest.
In Erinnerung
Roland Zügel (*05.12.1946 /
+23.01.2026)
Eine sehr traurige Nachricht!
Am 23.01.2026 ist unser langjähriger und treuer Wegfährte Roland Zügel überraschend verstorben.
Wie, wenn Roland dieses Unheil geahnt hätte, besuchte und motivierte er uns
bei unserem letzten Werfertag in Mutterstadt am 19.12.2025.
Nachdem wir erst kürzlich von Dr. Johannes Elenberger für immer Abschied nehmen mussten, macht uns erneut ein sehr schlimmer
Verlust tieftraurig!
Roland Zügel war zusammen mit Kurt Büttler und Roland Weinhold ein Mann der ersten Stunde unserer Werferbewegung in Mutterstadt.
Bezeichnenderweise hatte er die RKS-Passnummer 100, also eine Startlizenz aus den allerersten Anfängen der deutschen RKS-Bewegung nach dem
Kriege!
Unvergessen bleiben unsere zahlreichen gemeinsamen Wettkämpfe in den Jahren 1975 bis 2010. Der Mittelgewichtler Roland Zügel war nicht nur ein exzellenter Diskuswerfer, sondern auch ein hervorragender Steinstoßer, dessen Spitzenwert (weit über 10 m) bis
heute - außer von Lutz Caspers (als Schwergewichtler) - von keinem der Phoenixmitglieder auch nur annähernd erreicht werden konnte!
Beachtenswert waren unsere damaligen Versuche, aus der 2. RKS-Bundesliga in das „Oberhaus“ aufzusteigen, was schließlich nach
mehreren Anläufen - insbesondere mit Hilfe von Roland - auch gelang. Dort hatten wir oft Probleme mit dem Gewicht (sei es das Teamgesamtgewicht oder sei es
das Personeneinzelgewicht bei damals 6 Startern), weshalb der starke, jedoch leichte, Mittelgewichtler Roland oft verhinderte, dass wir mit einem Mann weniger antreten mussten.
Heuchelheim: V. l. n. r.: Roland Zügel (+) - Jürgen Nistl (+) - Gerhard Zachrau - Helmut Zimmermann - kniend Kurt Büttler
Heuchelheim: V. l. n. r.: Roland Zügel (+) - Jürgen Nistl (+) - Gerhard Zachrau -
Helmut Zimmermann - kniend Kurt Büttler
Im Oktober 1996 gelang in Heuchelheim bei der LSW-DM der bis heute unerreichte M 45- und MHK-Team-Vereinsrekord im
Schleuderballwerfen mit 176,25 m (Zügel: 58,98 - Zachrau: 58,77 - Büttler: 58,50
m).
Ein weiteres Beispiel für die zahllosen Erfolge von Roland Zügel war der hart erkämpfte Mannschaftssieg bei den RKS-DM am
10.09.2005 in Zella-Mehlis.
Roland Zügel (3. von rechts) inmitten seiner Sportkameraden!
In den letzten Jahren konnte Roland krankheitsbedingt keine Wettkämpfe mehr bestreiten. Er verfolgte aber weiterhin alle unsere
Aktivitäten mit großem Interesse und sparte auch nie mit guten Ratschlägen, resultierend aus seiner jahrzehntelangen sportlichen Erfahrung.
Roland Zügel bleibt unvergessen. Wir werden uns stets an ihn und unsere schönen gemeinsamen Stunden und Tage
erinnern.
Wir wissen noch nicht, wann die Beerdigung stattfindet (vermutlich in Schifferstadt). Wir halten euch auf dem Laufenden.
Gerhard Zachrau
Ein Teambild aus glücklicheren Zeiten.
2009 - Werfrertag in Trier.
In Erinnerung: Sigrid ("Sigi") Fuchs
10 Phoenixmitglieder nahmen am 21.02.2024 an der Trauerfeier in Mutterstadt teil.An diesem Tag wäre der 72.
Geburtstag von Sigi gewesen,
Wir werden ihr am Mittwoch, dem 13.03.2024, 23.30 Uhr, im Ruheforst Bad Dürkheim das letzte Geleit geben.
Nach langer schwerer Krankheit und dennoch sehr überraschend ist unsere langjährige Phoenixativistin
Sigrid ("Sigi") Fuchs
am Morgen des 01.02.2024 verstorben - nur wenige Tage vor ihrem Geburtstag.
Sigi Fuchs (links) mit ihrem erfolgreichen Wurf-Fünfkampf-Team.
Sigrid Fuchs (Mitte) am 27.08. und 28.08.2017 in Zella-Mehlis (Rang 3. bei den Team-DM im Wurf-Fünfkampf der Seniorinnen)!
Die drei Teams bei der DM, die auf dem Podest landeten.
Wir können es immer noch nicht fassen, sind tieftraurig und sehr erschüttert.
Unsere Anteilnahme gilt den Verwandten und Freunden unserer Sigi.
Wir verlieren mit Sigi nicht nur eine Freundin und Sportkameradin, sondern auch eine kritische Wegbegleiterin, die durch ihre scharfe Analyse stets
Schwachpunkte aufdeckte und hierbei neue Wege und erfolgreiche Konzepte empfahl.
Sigi war bekanntlich jahrzehntelang eine der wichtigsten Stützen der Werferbewegung in Mutterstadt.
Bis zuletzt war sie als sehr verlässliche Kampfrichterin, amtliche Wettkampfaufsicht und Kassenprüferin im Einsatz.
2023 hatte sie die Ehrenurkunde mit der Ehrennadel in Gold des RTV Rheinland-Pfalz erhalten.
Im selben Jahr wurde sie von Phoenix mit der Phoenix-Ehrenurkunde und 2024 mit dem
Phoenix-Ehrenbrief für ihre Langjährigen Verdienste und Erfolge geeehrt.
Sigi behält in unseren Herzen dauerhaft einen festen Platz.
Gerti, Dominique und Gerhard / 01.02.2024
Nachruf!
Dr. Ernst Zuber
(*13.01.1933 - +25.09.2022)
Viel zu spät erfuhren wir vom Heimgang unseres lieben Sportkameraden Dr. Ernst Zuber.
Der jahrelang intensive und ständige Kontakt brach kurz nach dem Umzug von Ernst ins Seniorenheim schlagartig ab. Von dieser
(nachteiligen) Ortsveränderung hatten wir von der Tochter erfahren, mit der wir daraufhin einen Besuch in Oberursel vereinbart hatten. Doch dazu kam es leider nicht mehr.
Erneut mussten wir feststellen, dass der Gang ins „Altersheim“ einen Verlust an Lebensqualität und nicht zuletzt an Lebenswillen
bedeutet, zumal dadurch die bisherigen sozialen Kontakte weitgehenst gekappt werden!
Immer noch nicht können wir das Ganze so recht erfassen!
Sehr gerne erinnern uns an die letzten gemeinsamen Wettkämpfe. Es war damals, vor nicht allzulanger Zeit, nicht vorstellbar, dass
alles derart schlagartig enden kann.
Ernst bleibt uns in sehr guter Erinnerung, so, wie er fit und agil die letzten Sporteinsätze bestritt. Dieses schöne Bild haben
wir immer noch stets im Auge.
An unser letztes Treffen in Oberursel können wir uns noch sehr gut erinnern. Damals gab uns Ernst einen Überblick über seine
jahrzehntelangen sportlichen Aktivitäten in vielen Sportarten und Disziplinen. Bei dieser Gelegenheit zeigt er uns auch seine respektable Anzahl von teilweise außergewöhnlichen
Sporttrophäen.
Der aus einer Kunstturner-Familie stammende
Ausnahme-Sportler, beruflich unterwegs als Ingenieur im Bauwesen mit Gutachterfunktion, zählte bis vor kurzem noch Judo, Schwimmen, Streckentauchen und Skifahren (Alpin und Langlauf) zu seinen
Hobbys und war immer noch aktiver Bergsteiger und Bergwanderer.
Der Schwerpunkt bildete jedoch die Leichtathletik, die er
seit 45 Jahren überaus erfolgreich betrieb. Später gesellten sich hierzu Rasenkraft- und LSW-Spezialsport.
Dr. Ernst Zuber beim RKS-Gewichtwerfen.
Ernst war ein echter Teamplayer. Ohne zu murren stellte er
sich auch für jüngere Teams zur Verfügung, obwohl dort oft schwerere Gewichte zu „befördern“ waren.
Ernst inmitten seines Seniorenteams (in der Mitte leicht verdeckt durch Ishild Müller).
Bei finanziellen Engpässen seines Vereins Phoenix
Mutterstadt war er stets bereit, mit Zuschüssen auszuhelfen.
An allen Fragen, die unseren Verein betrafen, war er
hochinteressiert und brachte sich stets positiv mit Rat und Tat ein.
Viele Jahre lang bereiste er - stets mit seiner bereits
2017 verstorbenen Lebensgefährtin Dr. Monika Höhn - alle Teile der Republik und viele Orte im Ausland, u.a., um an Wettkämpfen teilzunehmen. Auch bei Weltmeisterschaften startete der Leichtathlet
schon seit Jahrzehnten sehr erfolgreich.
„Sport bedeutet
für mich, die Gesundheit zu bewahren“,
unterstrich der Sportler immer wieder. „Leichtathletik heißt für mich, die Vielseitigkeit dieser Sportart zu nutzen, um den Körper bestmöglich fit zu
halten und um die Grundlagen für zahlreiche andere Sportarten zu schaffen“ sowie: „Immer am Ball bleiben, nicht zu wenig machen - aber auch nicht zu
viel, um dem Körper Ruhepausen gönnen!“
Ernst hat einen festen Platz in unserer Erinnerung und in unserem Herzen.
Gerhard Zachrau
Dieter Krumm mit 72 Jahren verstorben
Der Macher der Senioren des LAC Quelle Fürth ist im Alter von 72 Jahren in Langenzenn verstorben. Ende der
1970er bzw. Anfang der 1980 Jahre erschien ein „Brocken Mannsbild“ in Dambach am Sportplatz und stellte sich als Hochspringer aus dem Westerwald vor. Sein Heimatverein war die LG Andernach /
Neuwied aus der auch die 100m Weltrekordlerin Inge Helten (1976 in Fürth) hervorging. Eigentlich stellte man sich so eher einen Kugelstoßer vor, der er ja auch als Senior wurde. 1986 sprang er in
Röthenbach seine persönliche Bestleistung im Hochsprung mit 1,86 m.
Aber erst in diesen Jahren begann die Zeit des Seniorenmachers. Er scharte weitere Alterssportler um sich und
so entstand im Laufe der Jahre und Jahrzehnte die beste Mannschaft im Seniorenbereich in Deutschland.15 Deutsche Altersklassen Mannschaftsmeisterschaften ab 1996 bei den Männern und Frauen in den
Altersklassen M/W 40 - 60 gewann die „Quelle“ unter seiner Leitung. Annähernd 250 Deutsche Einzelmeisterschaften und ca. 400 bayerische Titel gewann das „Team Krumm“ im Laufe der Jahrzehnte.
Tausende von Telefongesprächen und hunderte Mails gingen aus Langenzenn an Athleten, Funktionäre des BLV und DLV, sowie an Ausrichter in ganz Deutschland. Dieter sammelte in ganz Bayern - von
Unterfranken bis Oberbayern -Athleten aus kleineren Vereinen zusammen, die in seine Mannschaften passten. Vielen Seniorensportlern verhalf er damit zu einem Gemeinschaftserlebnis in der
Leichtathletik und oft zum größten Erfolg ihrer Karriere.
Manchen der Seniorenfunktionären im DLV ging er im Laufe der Jahre mächtig auf die Nerven. Er nutzte alle
Schlupfwinkel in den Regeln aus und stritt mit der „Obrigkeit“ bis zum letzten Paragraphen, der nicht 100prozentig genau war.
Dieter, der lange Jahre im Siemens Rechenzentrum in Fürth arbeitete, war auch Initiator des Senioren
Hallensportfestes. 2025 feierte diese Veranstaltung den 35. Geburtstag und wieder kamen Athleten aus ganz Bayern, ja aus ganz Deutschland zu Dieter nach Fürth. Weltrekorde, Deutsche Rekorde und
unzählige Bayerische Rekorde in allen möglichen Altersklassen wurden auf der roten und später blauen Bahn gelaufen und gesprungen. Immer unter der Ägide von Dieter Krumm.
Von 2005 bis 2011 wurde er selbst zum Funktionär. Er ließ sich beim LAC Quelle zum 3. Vorstand wählen; in
einer Zeit des großen Umbruchs in der Fürther Leichtathletik.
Der größte Erfolg seiner persönlichen Leichtathletikzeit darf nicht unerwähnt bleiben. 2003 wurde der 100kg
Mann Dieter, als Startläufer Deutscher Hallenmeister in Halle mit der 4 x 200 m Staffel M 50.
Dieter mach’s gut da oben und streite dich nicht zu sehr mit den Himmlischen Funktionären um die “Allgemeinen
Leichtathletik Bestimmungen“, es rentiert sich nicht mehr.
Servus Dieter
Bertram Böhm
Sport11
… das regionale Sportprotal
veröffentlicht am 11.05.2025
Leichtathletikfreunde 1987 Villmar e.V. unter neuer Führung
Nach dem plötzlichen Tod von Walter Haas, der den Verein „Leichtathletikfreunde 1987 Villmar e.V.“ mitgründete, über beeindruckende 38 Jahre mit großem Engagement und Herzblut den Verein
geführt hatte, haben die LfV nun einen neuen Vorstand gewählt. Walter Haas war mehr als nur der Vorsitzende, er war das Herz und die Seele des Vereins, ein Mensch der Generationen von
Sportlerinnen und Sportler förderte, Sportfest organisierte, auf den Platz Hand anlegt und nie müde wurde, für den Verein zu kämpfen. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke, nicht nur in der
Vereinsarbeit, sondern auch bei allen Vereinsmitgliedern, Freunden und Verwandten.
Die 2. Vorsitzende Heidi Jung begrüßte die anwesenden Mitglieder und stellte die ordnungsgemäße Einberufung und die Beschlussfähigkeit fest. Im stillen Gedenken begann die Versammlung mit
einer Schweigeminute für den verstorbenen, langjährigen Vorsitzenden Walter Haas und allen verstorbenen Vereinsmitgliedern.
In ihrem Jahresbericht zeigte sich Heidi Jung mit dem Jahr 2024 zufrieden, auch wenn hier und da noch Luft nach oben ist. Die Mitgliederzahl ist entgegen dem üblichen Trend nicht gesunken,
sondern gestiegen und vor allem bei den Jüngsten gab es einen schönen Zulauf. Die Mitgliederzahl hat sich bei rund 225 Mitgliedern eingependelt.
Auch sportlich kann man mit dem Jahr 2024 zufrieden sein. So haben die Leichtathletikfreunde Villmar mit 71 Sportlerinnen und Sportlern an 49 Sportfesten teilgenommen und haben es insgesamt
auf 153 Siege gebracht, darunter erfreulicherweise auch 25 Kreismeistertitel und 13 Hessenmeistertitel. Mit sechs Athletinnen und Athleten nahmen die LfV an den Deutschen
Mehrkampfmeisterschaften teil und konnten zwei Deutsche Meistertitel und weitere gute bis sehr gute Platzierungen erringen. Im Jahr 2024 konnten sechs eigene Sportveranstaltungen durchgeführt
werden, mit unterschiedlicher Resonanz. Erfreulich ist, dass bei den eigenen Sportfesten, die für den Verein existenznotwendig sind, immer noch genügend Kampfrichter und Helfer zum Einsatz
bereit sind. Das Training von den Bambinis bis zu den Senioren läuft nach wie vor reibungslos ab und die nächsten Veranstaltungen sind bereits in Planung. Nicht zuletzt ist dies der Verdienst
von einem tollen Team, die für den Zulauf und die Erfolge mit verantwortlich sind. Den unentgeltlich tätigen Ehrenamtlichen, wird ihr Einsatz immer mehr erschwert. Deshalb ist die 2.
Vorsitzende froh und dankbar, dass der Verein, neben dem Team für das sportliche, auch wie bisher einen kompletten Vorstand stellen kann, was in der heutigen Zeit nicht mehr überall der Fall
ist.
In der Mitgliederversammlung wurde Heidi Jung zur neuen ersten Vorsitzenden gewählt. An ihrer Seite steht Martin Frömel als zweiter Vorsitzender. Die weiteren Posten im Vorstand übernehmen
Lorenz Braun als Kassierer, Michelle Jung übernimmt weiterhin das Amt als Schriftführerin, sowie Chantal Jung, die gleich zwei Ämter innehat, als Presse- und Jugendwartin. Lena Schmidt wurde
wieder zur Schülerwartin gewählt und Heidi Jung übernimmt zusätzlich die Verantwortung im Wirtschaftsausschuss. René Kissel wurde zum neuen Platzwart gewählt. Neue Kassenprüferin ist
Christiane Fleig.
Die Leichtathletikfreunde 1987 Villmar e.V. blicken mit neuem Vorstand, aber getragen vom Geist ihres langjährigen Vorsitzenden, Walter Haas, nach vorn – mit dem festen Vorsatz, das
Vereinsleben lebendig und gemeinschaftlich weiterzuführen. Die erfolgreiche Arbeit von Haas, möchte man in seinem Sinne fortführen.
Der
plötzliche Tod von Walter Haas, dem Motor der Lf Villmar, hat mich tief getroffen.
Es fällt
mir schwer zu begreifen, dass er nicht mehr unter uns ist. Über ein halbes Jahrhundert hinweg verband uns eine besondere Freundschaft, die auf gemeinsamen sportlichen Erlebnissen, Wettkämpfen und
unvergesslichen Momenten basierte.
Ich habe
Walter noch als Hochspringer kennengelernt und später, in der Seniorenklasse, standen wir uns oft beim Kugelstoßen gegenüber. Diese Wettkämpfe waren für uns beide auch Anlässe für gesellige
Stunden. Ich sehe ihn noch vor mir – seine humorvolle Art, sein ansteckendes Lachen, und die gemeinsamen Gespräche bei einem wohlverdienten Bier nach dem Wettkampf.
Besonders
geschätzt habe ich auch seine Leidenschaft und seinen unermüdlichen Einsatz für die Leichtathletik als Trainer und Organisator.
Viele Jahre
zog es mich nach Villmar, wo Walter mit großem Engagement Werfer-Wettkämpfe organisierte. Bei ihm standen die Athleten im Mittelpunkt und genau das machte seine Veranstaltungen so besonders. Es
sprach sich schnell herum, sodass sich bald DLV-Top-Athleten in Villmar einfanden, um nicht nur ihre Leistungen zu messen, sondern auch in geselliger Runde Erinnerungen auszutauschen.
Das letzte
Mal war ich mit meinem Schützling Luis André, der damals noch der Schülerklasse angehörte, in Villmar, wo die Kugelstoßanlage einweiht wurde. Walter war sichtlich stolz auf das Projekt, zu
dem er maßgeblich beigetragen hatte.
Sein
Einsatz für die Leichtathletik wird nicht nur für den LF Villmar unvergessen bleiben.
Ich werde
Walter so in Erinnerung behalten, wie er war: als einen großartigen Sportler, einen leidenschaftlichen Förderer und Organisator unseres Sports und vor allem als einen wunderbaren Menschen. Sein
Verlust hinterlässt eine große Lücke.
Mein tiefes
Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm nahestanden.
In stillem
Gedenken,
Alwin J.
Wagner
Walter Haas - Foto Verein
Zum Tod von Wolfgang Kühndel
(geb. 1956 – gest. 2024)
Er zählte zu den Topspeerwerfern seines Jahrgangs: Wolfgang Kühndel vom TV Dingolfing ist völlig unerwartet im Dezember 2024 im Alter von 68 Jahren an den
Folgen eines Risses der Herzaorta verstorben.
Hätte es eine Wahl für den sportlich fairsten, sympathischsten und stets gut gelauntesten Athleten gegeben - er wäre sicher in der engeren Auswahl gewesen.
Wolfgang Kühndel liebte seinen Sport und liebte seine Mitmenschen. Er war der geborene Pädagoge und bewies das Tag für Tag in seinem Beruf als Lehrer. Selbst nach
seiner Pensionierung hielt er - auch wegen des derzeitigen Lehrermangels - weiterhin schulischen Unterricht und seine Schüler respektierten und schätzten ihn, nicht nur wegen seiner sportlichen
Erfolge und seiner musikalischen Leidenschaft als Bandsänger, sondern in erster Linie wegen seiner stets offenen und ehrlichen Art.
Seine sportliche Hauptdisziplin war der Speerwurf, aber letztlich war er ein begnadeter Werfer, egal welches Sportgerät er in die Hände nahm. Der Wurfmehrkampf (sei
es der leichtathletikspezifische oder der LSW-Wurfzehnkampf) waren insofern seine Leidenschaft.
Wie so viele andere Sportler auch musste er, der nach außen hin stets topfitte und kerngesunde Athlet, sich mit zunehmendem Alter den orthopädischen Problemen in
den Kniegelenken stellen und konnte so beispielsweise den Diskus nur noch aus dem Stand werfen – das allerdings um die 35m.
Insofern kamen ihm einige Disziplinen von LSW, die aus dem Stand geworfen werden, sehr entgegen und so nahm er erfolgreich an etlichen Wettkämpfen in Deutschland
und Österreich teil und plante für 2025 auch bei der LSW-Weltmeisterschaft in Lovosice zu starten.
Für mich, der aufgrund des gleichen Jahrgangs mehr Wettkämpfe mit ihm und häufig als zweiter Sieger gegen ihn bestritten habe als mit jedem anderen Athleten, war er
aufgrund seines markanten Oberlippenbarts stets der „Wickinger“. Ich verliere mit ihm einen treuen Weggefährten, einen fachlich höchst ausgewiesenen Berater, aber in erster Linie einen sehr guten
Freund auf und neben dem Sportplatz.
Wolfgang Kühndel war auch und in erster Linie ein Familienmensch. Die Termine der jährlichen gemeinsamen Urlaube mit seiner Frau und den beiden Töchtern waren
„heilig“ und gingen bei aller Liebe zum Sport jedem Wettkampftermin vor. Seiner Frau Margit, die ihn oft zu den Wettkämpfen begleitete, und seinen Töchtern gilt unser aller aufrichtige
Anteilnahme.
Mach es gut, Wolfgang - Du wirst mir und uns allen unglaublich fehlen!
K.L.
Wolfgang Kühndel mit seinem "Arbeitsgerät"!
In Erinnerung: Sigrid ("Sigi") Fuchs
10 Phoenixmitglieder nahmen am 21.02.2024 an der Trauerfeier in Mutterstadt teil.An diesem Tag wäre der 72.
Geburtstag von Sigi gewesen,
Wir werden ihr am Mittwoch, dem 13.03.2024, 23.30 Uhr, im Ruheforst Bad Dürkheim das letzte Geleit geben.
Nach langer schwerer Krankheit und dennoch sehr überraschend ist unsere langjährige Phoenixativistin
Sigrid ("Sigi") Fuchs
am Morgen des 01.02.2024 verstorben - nur wenige Tage vor ihrem Geburtstag.
Sigi Fuchs (links) mit ihrem erfolgreichen Wurf-Fünfkampf-Team.
Sigrid Fuchs (Mitte) am 27.08. und 28.08.2017 in Zella-Mehlis (Rang 3. bei den Team-DM im Wurf-Fünfkampf der Seniorinnen)!
Die drei Teams bei der DM, die auf dem Podest landeten.
Wir können es immer noch nicht fassen, sind tieftraurig und sehr erschüttert.
Unsere Anteilnahme gilt den Verwandten und Freunden unserer Sigi.
Wir verlieren mit Sigi nicht nur eine Freundin und Sportkameradin, sondern auch eine kritische Wegbegleiterin, die durch ihre scharfe Analyse stets
Schwachpunkte aufdeckte und hierbei neue Wege und erfolgreiche Konzepte empfahl.
Sigi war bekanntlich jahrzehntelang eine der wichtigsten Stützen der Werferbewegung in Mutterstadt.
Bis zuletzt war sie als sehr verlässliche Kampfrichterin, amtliche Wettkampfaufsicht und Kassenprüferin im Einsatz.
2023 hatte sie die Ehrenurkunde mit der Ehrennadel in Gold des RTV Rheinland-Pfalz erhalten.
Im selben Jahr wurde sie von Phoenix mit der Phoenix-Ehrenurkunde und 2024 mit dem
Phoenix-Ehrenbrief für ihre Langjährigen Verdienste und Erfolge geeehrt.
Sigi behält in unseren Herzen dauerhaft einen festen Platz.
Gerti, Dominique und Gerhard / 01.02.2024
Nachruf
Der langjährige Vorsitzende des Bundesfachausschusses Rasenkraftsport (Leiter des Rasenkraftsportbereichs innerhalb des DRTV)
Reinhard Weiß-Motz
ist - für uns alle völlig überraschend - am 22.12.2023 verstorben.
Reinhard Weiß-Motz, so, wie wir ihn in Erinnerung behalten werden.
Er bleibt für uns unvergessen. Sein besonderes Engagement für den RKS wird uns stets in Erinnerung bleiben.
Unsere tiefe Anteilnahme gilt den Verwandten und Freunden von Reinhard Weiß-Motz.
Gerhard und Dominique Zachrau
RKS Phoenix Mutterstadt
Reinhard Weiß-Motz (rechts) bei der DM-Siegerehrung am 10.09.2022 in Waiblingen.
Nachruf!
Jörg Reckemeier
Wir verlieren in Jörg Reckemeier einen Statistiker, der mit Ruhe und Gelassenheit jahrzehntelang ein riesiges Arbeitspensum für
uns Athleten absolvierte. Niemals bereitete er uns Athleten und den Vereinsvertretern Probleme, wenn einmal eine Ergebnisliste unübersichtlich war oder Fehler aufwies. Mit der ihm innewohnenden
Fähigkeit meisterte er solche Ärgernisse ohne die Betroffenen vor den Kopf zu stoßen oder gar, wie heute leider gang und gäbe, deren Ergebnisse einfach nicht in die Statistik aufzunehmen. Auch
legte er keinen Wert auf ein bestimmtes Programm oder eine besondere Art der Darstellung von zugesandten Ergebnislisten, damit die wertvollen Zahlen auch anerkannt wurden. Er war, im Gegensatz zu
zahlreichen "modernen Statistikern" eben ein richtiger Statistiker, ein Mann, der für die Athleten da war und kein Statistiker, für den die Athleten da waren!!
Mit Akribie sammelte er alle Daten, machte auch noch Sonderauswertungen, Auswerttungen, die die "modernen Systeme" gar nicht
vornehmen können.... und Handarbeit ist ja heutzutage verpönt!
Wir sind unsagbar traurig, dass wir einen so wichtigen und unerhört wertvollen Mitstreiter für den Sport verloren haben.
Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen, denen wir auch hiermit nochmals unsere besondere Anteilnahme sowie unser tiefempfundenes
Beileid übermitteln.
RKS Phoenix Mutterstadt
Wir trauern um unseren lieben
Sportkameraden Walter Held
(*10.07.1942 – +04.12.2021)
Walter verließ uns am 04.12.2021 nach schwerer Krankheit. Bis zuletzt haben wir gehofft, ja fest daran geglaubt, dass die
Therapie anschlagen würde. Leider erwies sich diese Hoffnung als völlig falsch und lässt uns mit dem Zweifel an die Gerechtigkeit im Leben zurück!
Der Verlust unseres Freundes und Sportkameraden
hat uns alle sehr tief getroffen!
Walter war einer der nettesten, freundlichsten und hilfsbereitesten Menschen, die wir in unserem Sportlerleben kennengelernt
haben. Wir kannten Walter seit sehr vielen Jahren und haben nur positive Erinnerungen an unsere Treffen.
Gerne erinnern wir uns an unsere gemeinsamen Sportfestteilnahmen im Rasenkraftsport, wo Walter als Mittel- oder
Leichtgewichtler unverzichtbar war und immer mit guten Resultaten zu unseren Mannschaftserfolgen beitrug. Bei LSW war er selbst bei persönlicher Zeitnot immer bereit, die Teams zu verstärken und
zu komplettieren. Die Mannschaft kam vor seinen persönlichen Interessen!
Das war gelebter Sportgeist! Walter bewies eine enorme Sozialkompetenz, die in den heutigen Tagen nur noch selten zu finden
ist und zudem extrem nachlässt!
Walter war aber nicht nur ein hervorragender und sehr vielseitiger Sportler, sondern stets ein untadeliger und sehr fairer
Sportsmann. Er war frei von Angeberei und Überheblichkeit! Er blieb trotz aller Erfolge stets sehr bescheiden und gönnte aus vollem Herzenauch seinen sportlichen Kontrahenten den Sieg.
Er konnte gut und lange zuhören und zeigte stets Verständnis und Geduld für die Schwierigkeiten der anderen. Er hatte immer
ein gutes Wort für sein Umfeld sowie seine Sportkameraden und hielt sich dabei mit seinen Problemen im Hintergrund.
Wir bewahren für Walter stets ein Andenken und denken immer mit Freude an unsere gemeinsamen schöne Tage.
Walter wird unvergessen bleiben.
Für die Vorstandschaft von RKSPhoenix
Mutterstadt
Dominique ZachrauReinhardRhaue
Walter held (2. v. l.) inmitten seiner Sportkameraden und -kameradinnen!
Walter Held war sehr vielseitig (hier beim Sieg bei der DM im Eisenscghleuderwerfen)!
Auch bei den Highlandern machte Walter Held eine gute Figur!
Nachruf
Hansjürgen Stahl(*23.08.1949 / +26.11.2016)
Unser Sportkamerad Hansjürgen Stahl war schon in der Jugend eng dem Sport verbunden. In den 60-er und frühen 70-er Jahren des
vorigen Jahrhunderts war er zunächst ein begeisterter Leichtathlet und Handballer beim Turnverein Rheingönheim, einem Vorort von Ludwigshafen.
In den Schüler- und Jugendklassen wurde damals im Sommer noch Großfeldhandball mit 11 Mann gespielt. Da sein Team aber aus exakt
11 Spielern bestand, durfte während der Spiele in der B- und auch der A-Jugend nie einer ausfallen! Und es fiel auch nie einer aus!! Hansjürgen Stahl
war somit Teil einer extrem eng zusammenstehenden Mannschaft, wie sie heutzutage kaum noch denkbar ist. So kam es, dass er bei einem Spiel trotz zweier angebrochener Rippen nicht nur zum
Wettkampf antrat, sondern auch noch den gegnerischen „Läufer“ immer wieder kaltstellte. Auch ein Jahr später war die Teilnahme an einem Punktspiel in
Waldsee ebenso ärztlich untersagt, als er trotz starker Verbrennungen (Sonnenbrand) ganz selbstverständlich nicht nur in das sportliche Geschehen eingriff, sondern hierbei auch über sich
hinauswuchs. Dabei verpasste er sogar die Halbzeitpause, als er eben im Begriff war, den quirligen gegnerischen Mittelstürmer „per Ringergriff bereits am
Mittelkreis zu neutralisieren“.
Mit dem Wechsel in das Männerteam fand er seine zusätzliche Berufung als erfolgreicher Jugendtrainer. Seine damaligen „Eleven“ denken noch heute an diese schöne und stets lustige Zeit zurück, die zahlreiche Anekdoten hervorbrachte. Irgendwann in dieser Zeit entstand auch sein
Kampfname „Käschtel“ (Kasten).
Nach seinem Umzug nach Waldsee fungierte er jahrelang als Fußballschiedsrichter, ehe er sich am 30.04.2001 den
Rasenkraftsportlern und Leichtathleten aus Mutterstadt anschloss.
Nach einigen Jahren der erfolgreichen Wettkampfteilnahmen, oft zusammen mit seinem Sohn Patrick, verhinderten gesundheitliche
Probleme weitere aktivsportliche Betätigungen.
Daraufhin stand er Phoenix als Kampfrichter und Helfer zur Verfügung, ehe ihn eine Verschlechterung der Gesundheit auch hiervon
abhielt.
Er war bis zum Schluss seinen Sportkameraden eng verbunden.
Wir verloren mit ihm einen treuen Mitstreiter, der stets einen besonderen Platz in unseren Erinnerungen haben wird.
Gerhard Zachrau
Hansjürgen Stahl (3. v. li.) nach einem LSW- und RKS-Wettkampf in Mutterstadt.
Hansjürgen Stahl nach dem Wettkampf in Ladenburg (links Dietmar Kneschk - rechts Hans Joachim Heinzel)
Versuch einer freien Übersetzung
MERRIK BOUSFIELD
1949-2006
Leider muss ich mitteilen, dass Merrick plötzlich während eines Trainings in seinem Verein Liverpool Pembroke am 07. Dezember 2006 verstorben ist.
Merrik war Steuerberater und wohnte lange Jahre in Formby. Seine große Liebe außerhalb der Familie war
sein Sport. Für seinen Verein warf er alles, was er in die Hand bekommen konnte.
Vor zehn Jahren konnte ich ihn überreden mich nach Tata zu begleiten, um an den Werfer-Weltmeisterschaften
teilzunehmen, die die Ungarn gerade aus Österreich von Georg Glöckner übernommen hatten.
Ich kann mich noch gut an die Ankunft im Keleti Bahnhof in Budapest erinnern und die Entdeckung, dass wir
es fertig gebracht hatten, die Karte zu verlieren, obwohl wir noch nicht einmal eine Stunde im Land waren, und an Merricks Entsetzen, als er den Zustand unseres „Gefährtes“ sah.
Merricks Moral bekam noch einen Knick, als wir das Trainingslager nicht finden konnten, irgendwann kamen
wir an, und als der Wettkampf begann, war alles vergessen und Merrick genoss das ungarische Erlebnis.
Danach war er regelmäßig in Tata und Mülheim und trotz harten Wettkämpfen sehr erfolgreich, er ist immer
noch im Speerorama der Inhaber der „weltbesten Leistung“.
Weitere internationale Wettkämpfe folgten in Wels (Österreich) und in diesem Jahr in Jüterbog. Und wieder
zeichnete er sich aus, in dem er eine große Anzahl Medaillen nach Hause brachte.
Er war auch Mitglied beim TSV Medelby, für den er bei Meisterschaften und Einladungswettkämpfen startete.
Sein Enthusiasmus und sein Einsatz werden dort schmerzlich vermisst werden.
Wir sollten nicht seine begnadete Arbeit hinter den Kulissen vergessen, Treffen und wöchentliche
Trainerarbeit für seinen Verein Liverpool Pembroke.
Das alles führte dazu, dass er eingeladen wurde Werfer auf der Isle of Man zu betreuen und dem Team bei
der Herausforderung in Island und später auf den Shetland Inseln beizustehen.
Natürlich wird dieser kompetente Trainer in höchstem Grade von der Gemeinschaft der Athleten vermisst
werden.
Als langjähriger Wegbegleiter und Freund werde ich ihn ebenfalls sehr vermissen.
Merrick hinterlässt seine Frau Val, die ihn bei seinen Unternehmung oft begleitete, und einen Sohn und
eine Tochter.
Hugh Richardson
Präsident des WTC, World Throwers Club
Wir stimmen mit dem Gesagten völlig überein, Merrick war ein außergewöhnlicher Mensch. Er war nicht nur
ein großer Wettkämpfer, sondern auch ein Motivator und ein Freund. Nichts konnte seine Begeisterung mindern. Er war immer der Erste der gratulierte, anderer Leistung anerkannte und sich
bedankte.
CM, Colm Murphy, für die Werfervereinigungen Irland (HTC -
Hibernian Throwers Club) und Südostengland (SECTA – South-East-Counties-Throwers-Assosiation)
Eine spätberufene Werferin ist von dieser momentan besonders schnöden Welt für immer
abberufen worden. Bei ihr liegen, was meine begleitende journalistische Mitwirkung auf diesem Internet-Portal anbelangt, die Laudatio zu ihrem Achtzigsten und dieser Nachruf sehr nahe beisammen.
Käte Scheikowski (*14.07.1941; im Bild) vom TSV Wehdel, als Gedankenstütze am geschichtsträchtigen Tag/Monat der Französischen Revolution geboren, ist lediglich viereinhalb Monate nach ihrem
Jubelfest verstorben. Nach kurzer, unheilbarer Krankheit löschte ein Nierenversagen vergangenen Freitagvormittag im Krankenhaus Bremerhaven Mitte das Lebenslicht der Witwe aus. Wenigstens konnten
sie und ihre beiden Töchter (50 und 52 Jahre), die sie zur siebenfachen Oma gemacht hatten, sich im Angesicht des nahenden Todes am Vortag noch würdevoll voneinander Abschied nehmen.
Käte Scheikowski
Bei vielen Weggefährten bleibt große Betroffenheit zurück.
Ein schwacher, aber zumindest ein Trost. Es ändert freilich nichts an der Betroffenheit und
dem Schmerz, der bei Angehörigen, Freunden, näheren Bekannten, vielen Sportkameraden*innen und dem langjährigen Lebensgefährten Holger Knie zurückbleibt. Dieses Persönchen von 1,69m Körpergröße
und 58 austrainierten Kilogramm, alles andere als der klassische Werferinnen-Typ (sie war in ihrer Jugendzeit eine gute Sprinterin), musste man(n)/frau aufgrund ihrer fröhlichen, aufgeschlossenen
und geselligen Art einfach mögen. Wenn es nicht ohnehin ausgemachter Nonsens eines Vorurteils wäre, war „uns Käte“ der krasse Gegenentwurf zum vermeintlich sturen Norddeutschen, der angeblich zum
Lachen in den Keller gehen würde. Da schreibe ich nicht vom Hörensagen, haben wir häufiger miteinander telefoniert und zuletzt in trauter Viererrunde (sie, Holger, meine Herzdame Elke und ich)
beim 5.Neustädter Kugel-Cup am 10.Juli diesen Jahres bei Thüringer Rostbratwurst und Gerstenkaltschale beim Klönschnack zusammen gesessen.
Eine interessante Vita ziert ihren jäh gestoppten Lebensweg
Käte Scheikowski hat eine interessante, abwechslungsreiche Vita. Als junge Frau war sie Sportlehrerin im Schuldienst, betrieb nebenher mit ihrem vor einigen Jahren verstorbenen Ehemann ein
Fitnessstudio, nahm selber in der Fitnessklasse erfolgreich an Bodybuilding-Wettbewerben teil. Zeitsprung. Durch die Bekanntschaft zu Holger vor sieben Jahren ließ sie sich von ihm von der
Werferei infizieren, inspirieren und animieren. Gründlich, denn dreigleisig in der Leichtathletik, im Rasenkraftsport bei der TSG Dissen und LSW-Spezialsport fahrend. Letzteres darf getrost
wörtlich genommen werden, da dieses gemischte Doppel während der Saison europaweit auf Achse gewesen ist. Just in ihrem ersten und leider zugleich letzten Jahr der W80 ließ es die Allrounderin so
richtig krachen, verbesserte auf Weltklasse-Niveau zweimal den deutschen Rekord im Gewichtwurf auf letztlich 11,91m, steigerte mehrere nationalen Altersklassen-Bestmarken im Rasenkraftsport
(Stein, Gewicht, Hammer, Dreikampf) und führt in einigen Disziplinen die deutsche Senioren-Bestliste 2021 an. Wenige Tage vor ihrem Tod wurde ihr von LSW die Ehrenmitgliedschaft verliehen.
Immerhin hat sie es noch auf dem Krankenbett erfahren.
Ruhe in Frieden, liebe Käte, schaue in romantischer Vorstellung vom Himmel wohlwollend auf die große Werfer-Familie herunter!
Nachruf
In Gedenken an Dr. Helge Hinke
(* 27.05.1040 /† 29.08.2019)
Unser Sportkamerad Dr. Helge Hinke hatte sehr profunde theoretische und praktische Kenntnisse sowie Fähigkeiten in zahlreichen,
völlig unterschiedlichen, Sportarten (Leichtathletik, Radfahren, Boxen, Rudern etc.).
Nach seiner Zeit als Chefarzt (Medizinalrat) in der Charité in Berlin ließ er sich in der 1980-er Jahren als „Landarzt“ in der
schönen Pfalz nieder, die er nie mehr verlassen sollte. Ihm gefiel die besondere Lebensart der „fröhlichen“ Pfälzer. Er war begeistert von der lieblichen Gegend am Rhein sowie von der Haardt und
dem Pfälzerwald.
Er stieß erst Ende des 19. Jahrhunderts zu unserer Werfergruppe, nachdem er vorher jahrzehntelang überwiegend als Mittelstreckler
und Mehrkämpfer von sich Reden gemacht hatte.
So erzielte er 1996, schon nach seiner aktiven und trainingsreicheren Zeit, beim
Internationalen Fünfkampf in der Klasse M 55 gute 1.589 Punkte (4,36 + 24,34 + 26,76 + 23,56 + 5:51,88).
1995 lief er die 400 m in 58,07 (M 55). In der Klasse M 60 kam er über die gleiche
Distanz fünf Jahre später auf immer noch hervorragende 60,28.
1998 ließ er über 1.500 m 5:30,10 sowie über 800 m 2:23,81 notieren.
Über die anspruchsvolle und kräftezehrende 200-m-Distanz lief er 25,92 (M 55) bzw. 27,43
(M 60).
Er nahm mehrfach an LA-Seniorenweltmeisterschaften sowie sonstigen internationalen
Meisterschaften mit großem Erfolg teil, insbesondere auch als Staffelmitglied (4 x 400 m).
Nach einem schlimmen Unfall beim Radfahrtraining wechselte Helge ins Werferlager.
In unserer Werfergruppe fühlte sich Helge sehr wohl und war durch seine Ratschläge ein gerne gesehener Gast, der allerdings ein
regelmäßiges Training scheute. Oft ging er mit dem Diskus zu einer Wiese, nicht weit von seiner Praxis, um dort seine Trainingswürfe zu absolvieren.
Geradezu unvergessen waren seine Auftritte auf unserem Werferplatz, wenn er dort mit seinen berühmten „Hausschuhen“ („Die haben
den richtigen Kripp!“) warf.
Wir werden ewiges Gedenken an unseren Sportkameraden Dr. Helge Hinke bewahren.
Gerhard Zachrau / 01.09.2019
Nachruf
In Gedenken an Hansjürgen Stahl
(* 23.08.1949 /† 26.11.2016)
Unser Sportkamerad Hansjürgen Stahl war schon in der Jugend eng dem Sport verbunden. In den 60-er und frühen 70-er Jahren des
vorigen Jahrhunderts war er zunächst ein begeisterter Leichtathlet und Handballer beim Turnverein Rheingönheim, einem Vorort von Ludwigshafen.
In den Schüler- und Jugendklassen wurde damals im Sommer noch Großfeldhandball mit 11 Mann gespielt. Da sein Team aber aus exakt
11 Spielern bestand, durfte während der Spiele in der B- und auch der A-Jugend nie einer ausfallen! Und es fiel auch nie einer aus!! Hansjürgen Stahl
war somit Teil einer extrem eng zusammenstehenden Mannschaft, wie sie heutzutage kaum noch denkbar ist. So kam es, dass er bei einem Spiel trotz zweier angebrochener Rippen nicht nur zum
Wettkampf antrat, sondern auch noch den gegnerischen „Läufer“ immer wieder kaltstellte. Auch ein Jahr später war die Teilnahme an einem Punktspiel in
Waldsee ebenso ärztlich untersagt, als er trotz starker Verbrennungen (Sonnenbrand) ganz selbstverständlich nicht nur in das sportliche Geschehen eingriff, sondern hierbei auch über sich
hinauswuchs. Dabei verpasste er sogar die Halbzeitpause, als er eben im Begriff war, den quirligen gegnerischen Mittelstürmer „per Ringergriff bereits am
Mittelkreis zu neutralisieren“.
Mit dem Wechsel in das Männerteam fand er seine zusätzliche Berufung als erfolgreicher Jugendtrainer. Seine damaligen „Eleven“ denken noch heute an diese schöne und stets lustige Zeit zurück, die zahlreiche Anekdoten hervorbrachte. Irgendwann in dieser Zeit entstand auch sein
Kampfname „Käschtel“ (Kasten).
Nach seinem Umzug nach Waldsee fungierte er jahrelang als Fußballschiedsrichter, ehe er sich am 30.04.2001 den
Rasenkraftsportlern und Leichtathleten aus Mutterstadt anschloss.
Nach einigen Jahren der erfolgreichen Wettkampfteilnahmen, oft zusammen mit seinem Sohn Patrick, verhinderten gesundheitliche
Probleme weitere aktivsportliche Betätigungen.
Daraufhin stand er Phoenix als Kampfrichter und Helfer zur Verfügung, ehe ihn eine Verschlechterung der Gesundheit auch hiervon
abhielt.
Er war bis zum Schluss seinen Sportkameraden eng verbunden.
Wir verloren mit ihm einen treuen Mitstreiter, der stets einen besonderen Platz in unseren Erinnerungen haben wird.
Gerhard Zachrau / 29.11.2016
Nachruf
In Gedenken an Sigbert Fuchs(* 06.10.1941 - †10.10.2010)
Unser Sportkamerad und Abteilungsleiter Sigbert Fuchs wurde mitten in den Vorbereitungen für die Deutschen
LSW-Meisterschaften in Mutterstadt schwer krank und ins Krankenhaus eingeliefert. Bereits kurz darauf verließ er uns für immer!
Für uns Sportler und Sportlerinnen, die Sigbert stets sehr intensiv und mit Augenmaß betreut und immer den Rücken
freigehalten hatte, war dies ein unfassbarer Verlust. Nicht nur deswegen und nicht nur wegen der nun fehlenden sozialen Kompetenz von Sigbert trauern wir um einen echten Sportsmann, der übrigens selbst kaum Sport betrieb.
Uns verließ ein echter Kamerad, der nie die Ruhe verlor, stets ausgleichend agierte und immer das Beste für uns alle
wollte – und dafür stets den Boden bereitete. Er engagierte sich total für seine Werfergruppe, aber auch für die anderen Sportler in seiner Abteilung.
Sigbert entwickelte seit seinem Amtsantritt im Jahre 2007 die „Werferidee“
von Volker Strub, Kurt Büttler und Gerhard Zachrau gezielt und kontinuierlich weiter. So wurden die Werfer von Mutterstadt geradezu ein „Markenzeichen“ in Deutschland.
Der bisher von der Werfergruppe aus Mutterstadt organisierte „Muatharie-Werfertag“ wird zukünftig (erstmals am 07.08.2011)
nach unserem unvergessenen Freund „Sigbert-Fuchs-Gedächtnisturnier“ heißen.
Viel zu früh hat der Tod unseren Sportskameraden von seinem irdischen Dasein abberufen. Wir verlieren mit ihm einen treuen Sportskameraden, der 5 Jahre unsere Abteilung Leichtathletik und
Rasenkraftsport mit Umsicht und Kompetenz geführt hat. Sein Fleiß, sein Ideenreichtum und sein stetes Engagement für seinen Sport und die TSG waren vorbildlich.
Sigbert verstand es, seine Sportler zu führen, zu unterstützen und zu motivieren. Er war stets dabei, wenn es galt, mit anzufassen. Für nichts war er sich zu schade. Wir danken ihm für sein
Engagement und die Zeit, die er für die Sportler geopfert hat und seiner Familie, dass sie ihm Zeit dafür und für uns gegeben hat.
Der Abschied von einem Freund, einem treuen Mitglied und vorbildlichen Sportkameraden ist schwer. Es gilt Dank zu sagen für all sein Wirken zum Wohle des Sports und der TSG 1886. Wir werden uns
stets in Dankbarkeit seiner erinnern und sein Andenken in Ehren halten. Sigbert Fuchs wird über den Tod hinaus in unserer Mitte und unseren Herzen seinen Platz behalten.
Wir werden ihn sehr vermissen – möge er in Frieden ruhen.
Nachruf
In
Gedenken an Heribert Schill(* 07.11.1932 –† 23.06.2007)
Am 23.06.2007 starb völlig überraschend unser Sportkamerad Heribert Schill.
Über den Betriebssport der BASF kam er zur Werfergruppe von Mutterstadt und erhielt hier von Cheftrainer Lutz Caspers nach
und nach den Feinschliff im Gewicht- und Hammerwerfen sowie im Kugel- und Steinstoßen. Auch im Diskus- und Speerwerfen steigerte er sich von Jahr zu Jahr, so dass schließlich auch vorzügliche
Wurf-Fünfkampfergebnisse zustande kamen. Am bemerkenswertesten waren allerdings seine sich stetig verbesserten, einfach hervorragenden, Leistungen im Hammerwerfen, zumal in der
Mittelgewichtsklasse.
Heribert war mehrfacher Pfalz-, Rheinland-Pfalz- und Deutscher Seniorenmeister in den RKS-Wurfdisziplinen.
Seine Einzelerfolge waren zahlreich. So war er beispielsweise in den Jahren 2001, 2003 und 2004 RKS-Sportler des Jahres
von Rheinland-Pfalz.
Insbesondere auch bei LSW-Wettkämpfen war er meist vorne mit dabei. Er war außerdem immer bereit für den Einsatz in den
Mannschaften von Mutterstadt, selbst wenn er nicht in Form war. Er war in höchstem Maße sozial kompetent, ein echter Teamplayer!
Bei allen LSW-Meisterschaften in Mutterstadt stand er als Kampfrichter und Helfer zur Verfügung.
Heribert war nicht nur ein guter Sportler und ein stets wertvolles Teammitglied, sondern er bestach auch durch seine große
umfassende Hilfsbereitschaft und sein grenzenloses Engagement für den Sport – für unseren Sport!
Stets in Erinnerung bleibt auch sein Einsatz für die Geräte der Werfergruppe von Mutterstadt (er war Zeugwart). Mit großem
handwerklichen Geschick reparierte er u.a. beschädigte Wurfgeräte und sonstige Utensilien für den Sport.
In seinen Unterlagen hatte er eine besonders wertvolle Erinnerung. Bei einem Wurf-Fünfkampf im Jahre 1993 in Heidelberg
erhielt er für Rang 1 eine Urkunde mit den Unterschriften von Dana Zatopekova und Emil Zatopek.
Wir verloren einen guten Kameraden!
Gerhard Zachrau / 23.06.2007
(Für die Werfergruppe aus Mutterstadt)
Nachruf
In Gedenken an Inka Conze(01.02.1942 – 27.04.2000)
Am 27.04.2000, viel zu jung (!), starb nach kurzer und schwerer Krankheit unsere liebe Sportkameraden Inka Conze, geborene
Laurs.
Kurz vorher hatte sie noch intensiv und erfolgreich trainiert und sich große Hoffnung auf gute Ergebnisse in der
bevorstehenden Wettkampfsaison, insbesondere zusammen mit ihren Teamgefährtinnen, gemacht.
Eher zufällig stieß die Allrounderin auf der Suche nach „Mannschaften“ und
„Mannschaftskolleginnen“ (Originalton Inka) zur Werfergruppe von Mutterstadt, die damals von Kurt Büttler und Gerhard Zachrau trainiert wurde.
Vorher betrieb sie schon jahrelang in ihrer südpfälzischen „zweiten Heimat“
verschiedenen Sportarten und hierbei insbesondere Leichtathletik.
In der Folgezeit erarbeitete sie sich nach und nach gute Fertigkeiten im Hammer- und Gewichtwerfen, zwei Disziplinen, die
vorher nicht zu ihrem Repertoire gehört hatten. Da sie bereits gute Fähigkeiten im Steinstoßen „mitgebracht“ hatte, wurde sie als Leichtgewichtlerin
eine unverzichtbare Verstärkung (Dreikampf) im Team der Rasenkraftsportlerinnen.
Auch bei den, im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, zahlreichen LSW-Wettkämpfen in Mutterstadt war sie stets – und
erfolgreich – dabei. Sie war außerdem immer bereit für den Einsatz in den Teams von Mutterstadt. Diese „Mannschaftswettkämpfe“ waren für sie das „Salz in der Suppe“.
Bei allen LSW-Wettkämpfen in Mutterstadt stand sie zudem als Kampfrichterin in der ersten Reihe.
Inka war auch privat im sozialen Bereich sehr engagiert und in etlichen Hilfsorganisationen aktiv. Ihre große und
umfassende Hilfsbereitschaft war geradezu legendär.